03. August 2010, 18:18 Uhr

Freude in Grünberg über den Museumspreis

Grünberg (us). Museumsleiterin Karin Bautz hat mehrere Monate lang an der Bewerbung gefeilt, und Bürgermeister Frank Ide ist extra früher aus dem Urlaub zurück gekommen, um beim Besuch der Jury Flagge zu zeigen. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Wie bereits berichtete, erhält das »Museum im Spital« den mit 25 000 Euro dotierten Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen - Thüringen.
03. August 2010, 18:18 Uhr
Das Grünberger »Museum im Spital«: Die Mischung von Tradition und Moderne stimmt auch im Inneren. Deshalb hat das Haus den Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung hessen - Thüringen erhalten. (Foto: pm)

Grünberg (us). Museumsleiterin Karin Bautz hat mehrere Monate lang an der Bewerbung gefeilt, und Bürgermeister Frank Ide ist extra früher aus dem Urlaub zurück gekommen, um beim Besuch der Jury Flagge zu zeigen. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Wie bereits berichtete, erhält das »Museum im Spital« den mit 25 000 Euro dotierten Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen - Thüringen. Die Freude über diese Auszeichnung war allen Beteiligten auch fünf Tage, nachdem sie die gute Nachricht erhalten hatten, noch ins Gesicht geschrieben. 37 Museen aus beiden Bundesländern hatten sich um den Preis beworben. Dass das »Museum im Spital« noch nicht einmal drei Jahre nach seiner Eröffnung alle Mitbewerber hinter sich gelassen hat, wertete man auch als Bestätigung des Konzepts, das, wie die Jury lobte, »auf die richtige Mischung zwischen Tradition und Moderne« setzt. Die Preisverleihung wird in Grünberg stattfinden - voraussichtlich Ende Okober/Anfang November.

Die Sparkassen-Kulturstiftung vergibt den Museumspreis seit 2002 in zweijährigem Rhythmus. 2008 hatte Karin Bautz noch auf eine Bewerbung verzichtet. »Zu früh für uns« befand sie damals, schließlich hatte das Grünberger Stadtmuseum da erst seit wenigen Monaten geöffnet. Im vergangenen Spätherbst allerdings machte sie sich an die Arbeit. Bis Februar hatte sie neben einer 17-seitigen Dokumentation auch ein Paket mit Plakaten, Flyern und Publikationen zusammengestellt. Neben Basisdaten wie Besucherzahlen und Öffnungszeiten erläuterte die Museumsleiterin in ihrer Bewerbung die Dauerausstellung und die Sonderschauen, beschrieb die museumspädagogischen Aktivitäten, die Öffentlichkeitsarbeit und machte deutlich, wie das »Museum im Spital« vernetzt ist mit anderen Institutionen in Grünberg, in der Region und sogar weltweit - man denke an die Kontakte zu brasilianischen Studenten.

Nachdrücklich hat Bautz auch auf die ehrenamtlichen Aktivitäten verwiesen, ohne die das Museum nicht bestehen könnte: auf die Arbeit von etwa 35 Ehrenamtlichen, die unter anderem Führungen und Aufsichtsdienste übernehmen und auf die Unterstützung durch den »Freundeskreis Museum Grünberg«, der unter anderem die Publikationen möglich macht. Im Juni erhielt Bautz die erste ermutigende Nachricht: Grünberg hatte es neben sieben weiteren Museen in die Auswahlrunde geschafft.

An den Besuch der Jury am Vormittag des letzten Juli-Samstag erinnern sich Bautz und Ide gerne. Die Visite sei in sehr angenehmer Atmosphäre verlaufen, auch wenn sich die »geballte Museumsprominenz« in keinster Weise anmerken ließ, ob das, was die Grünberger vorzuzeigen hatte, gefiel oder nicht. Gewissheit gab es sieben Tage später: Als die Kulturstiftung ihre Entscheidung bekanntgab, wurde nicht nur im Museum und im Rathaus gejubelt, sondern auch bei der Sparkasse Grünberg, die bei der Pressekonferenz durch Silvia Linker und Josef Hornik vertreten war.

Vorstandsmitglied Linker, die auch im Freundeskreis-Vorstand sitzt, wertete die Auszeichnung nicht zuletzt als Ansporn für alle ehrenamtlichen Helfer und prognostizierte, dass der Preis nicht nur Grünberg in den Fokus rücken, sondern in die ganze Region ausstrahlen werde, die von der Sparkasse-Kulturstiftung übrigens gleich zweimal bedacht wurde. Ein mit 5000 Euro dotierter Sonderpreis ging - auch das wurde bereits berichtet - ans Gießener Mathematikum. Karin Bautz hat jedenfalls schon verstärktes Interesse festgestellt: Seit die Nachricht von dem Preis »rum« ist, steht das Telefon im Museum kaum noch still. Sie ist zuversichtlich, dass mit diesem Rückenwind das gesteckte Ziel von 5000 Besuchern pro Jahr bald erreicht werden kann. Auch Bürgermeister Ide hofft, dass die Auszeichnung jene »schätzungsweise 6000 bis 7000 Grünberger, die das Museum noch nicht kennen« zu einer Visite bewegen wird. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich in den kommenden Wochen. Dann sind neben der Dauerausstellung auch »Fotografien aus Oberhessen« zu sehen, die die 1896 geborene Grünberger Fotografin Marie Kinkel gemacht hat.

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