15. August 2018, 22:22 Uhr

Sanierung soll im Frühjahr beginnen

Zwei Gerätehäuser, zwei Millionen Euro

15. August 2018, 22:22 Uhr

Rund 2,1 Millionen Euro muss die Stadt Hungen in die Hand nehmen, um zwei ihrer Feuerwehr-Stützpunkte auf den neusten Stand zu bringen: 580 000 Euro werden in Trais-Horloff investiert, 1,55 Millionen Euro in der Kernstadt. Um wenigstens für einen Teil der Kosten (30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben) Fördermittel beantragen zu können, muss die Stadtverordnetenversammlung den Bauvorhaben zustimmen, der Bedarfs- und Entwicklungsplan entsprechend geändert werden. Der Haupt- und Finanzausschuss gab in seiner Sitzung am Dienstagabend grünes Licht. Einstimmig.

Für beide Gerätehäuser liegen Nutzungs- und Sanierungskonzepte vor. In Hungen soll in fünf Bauabschnitten, zunächst eine Fahrzeughalle an-, dann das Gebäude umgebaut und aufgestockt werden. Im dritten Abschnitt wird die Fassade des Turms erneuert und die technische Ausrüstung modernisiert. Es folgen die Erneuerung des Kanalanschlusses sowie Wege- und Hofbefestigung. Im letzten Abschnitt steht die energetische Sanierung im Fokus.

In Trais-Horloff wird es zwei Bauabschnitte geben, eine Grundsanierung des alten Rathauses und dessen Umbau zu Räumen für die Feuerwehr im ersten Teil, den Abbruch der alten Fahrzeughalle und ein sich anschließender Neubau inklusive Umkleiden in Teil zwei.

Bürgermeister Rainer Wengorsch hofft, dass die Umsetzung an beiden Standorten im Frühjahr 2019 beginnen kann, obwohl derzeit nicht feststeht, wann mit einem Zuwendungsbescheid zu rechnen ist. Erst wenn dieser vorliegt, kann es losgehen.

Kritik an hohen Kosten

Die hohen Kosten stießen einigen Mandatsträgern auf. »Das sind fette Zahlen«, befand Norbert Marsfelde (CDU) und lieferte die Begründung für diese gleich mit. »Wir haben die Weichen falsch gestellt«, erklärte er mit Blick auf die vor Jahren viel diskutierte Einrichtung von Gemeinschaftszentren. Der Zuschuss von 30 Prozent ist in seinen Augen nur »ein Tropfen auf den heißen Stein«.

Wolfgang Macht (Grüne) zeigte sich ebenfalls »erstaunt« und versuchte an der Kostenschraube zu drehen. Doch der von ihm angeregte Verzicht auf eine Aufstockung des Hungener Gerätehauses kommt für den Bürgermeister nicht infrage. Die dort entstehenden Räume seien aus Sicht des Kreisbrandinspektors notwendig.

Unterstützung für die Investition kam von Margrit-Sylvia Ruppel (FW): »Mit einer guten Ausstattung geht einher, dass sich Menschen engagieren.« Wie wichtig das sei habe jüngst erst die Überschwemmung in Bellersheim gezeigt.

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