02. August 2018, 21:43 Uhr

Zur Nachahmung empfohlen

02. August 2018, 21:43 Uhr
Jan Maria Dondeyne: »Rendezvous im Park« (Foto: pm)

»Zwischen Impressionismus und Expressionismus« ist eine Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen des gebürtigen Belgiers Jan Maria Dondeyne in der Galerie N°5 des Laubacher Kunst- und Kulturforums betitelt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen und Ferienzeit konnte Arnold Schleier, Vorsitzender des Kulturforums, dieser Tage zahlreiche Besucher zur Vernissage willkommen heißen.

Dondeyne riss als junger Mensch von zu Hause aus, weil er der Meinung war, dass er die hohen Erwartungen seiner Familie hinsichtlich einer akademischen Ausbildung nicht erfüllen konnte. Mit einem Fahrrad begab er sich auf eine Entdeckungstour durch Europa und fand nach mehreren Jahren und etwa 6000 Kilometern seine neue Heimat im Lahn-Dill-Kreis. Dondeynes malerische und bildhauerische Stilrichtung ist zwischen Impressionismus und Expressionismus ausgerichtet. Farbenfroh, figürlich, abstrahiert und ausdrucksstark ist der malerische Stil des Künstlers unverwechselbar.

Zweitägiger Workshop geplant

Dondeynes Technik verleitet zum Selbermachen. Aus diesem Grund bietet der Künstler vor Ort in der Galerie in der Stiftstraße einen zweitägigen Workshop an, bei dem diese Technik erlernt und angewendet werden kann (9./10. August; die Teilnahme kostet 150 Euro; weitere Informationen per E-Mail an info@kunstforum-laubach.de).

In seiner Einführung bedankte sich Pfarrer i. R. Hartmut Miethe für die Begegnung mit Dondeyne: Es sei stets ein spannungsreicher Weg, einem Künstler zu begegnen und sich in dessen Werkschaffen hineinzubegeben. Miethe: »Es ist jedes Mal ein Geschenk, wenn ein Künstler sich im öffentlichen Raum präsentiert«. Bei der Betrachtung der Bilder habe sich ihm im Hinblick auf die derzeit dürstende Tier- und Pflanzenwelt und die Aufforderung, doch Wasserschalen für die Tiere aufzustellen, ein Vergleich aufgedrängt: »Kunst als eine Wasserschale für die durstige Menschenseele, die nach Harmonie, Sinn und Schönheit strebt, sogar manchmal danach schreit«. In Dondeynes Arbeiten empfinde er Stärkung und meditative Betrachtung des Daseins, sagte Miethe. In den Bildern träten Landschaften, Tiere und Menschen dem Betrachter nicht naturalistisch entgegen, sondern sie seien verfremdet und durch die namenlosen Filter des Künstlers geformt. Bei den Skulpturen seien die unterschiedlichen Hölzer, die eher statisch wirkenden Figuren in ihrer Formensprache den Bildern sehr verwandt. In den Arbeiten sei Raum für Demut.

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis 2. September jeweils samstags von 11 bis 12.30 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Jan Maria Dondeyne wird an allen Öffnungstagen persönlich anwesend sein und auch in der Galerie arbeiten. Kunstinteressierte haben daher auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten die Gelegenheit, den Künstler kennenzulernen und ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Die in der Galerie N°5 gezeigten Werke können käuflich erworben werden.

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