31. August 2018, 22:16 Uhr

Zum zehnten Mal hinab ins Tal

31. August 2018, 22:16 Uhr
Ingo Lotz mit der Leitkuh beim Almabtrieb 2010. (Archivfoto: lwde)

Es begann mit einer etwas verrückten Idee und feiert nun kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal gibt es in Nieder-Bessingen den Almabtrieb. Am Sonntag, dem 16. September, wird die Kuhherde vorbei an Hunderten Zuschauern ins Tal getrieben. Los geht es um 10 Uhr am Sportplatz.

Zehnter Almabtrieb – daran hat die Runde, die sich damals im Gasthaus »Kaffeehannes« auf ein paar Bier getroffen hatte, wohl nie gedacht. Irgendwie kam man auf das Thema Alm und Almabtriebe zu sprechen. Da Ingo Lotz eine Kuhherde hält, kam die Idee auf: »Dass kannst du doch auch mal machen.«

Lotz machte aus dem Scherz ernst, kündigte den ersten Nieder-Bessinger Almabtrieb an. Da die Kühe so etwas aber noch nicht kannten, wurde zunächst einmal auf der Weide mit ihnen geübt. Sicherheit geht vor. Ob sich der Aufwand lohnen würde, wusste er da noch nicht. Der Moment, als die Gruppe von Kuhführern mit der Herde um die Hecke am Sportplatz bog, wird er nie vergessen. »Auf einmal standen da über hundert Leute und haben auf uns gewartet«, erinnert er sich. »Das war unglaublich.«

Überraschender Erfolg

Also gab es im kommenden Jahr eine weitere Auflage. Und noch eine. Und immer weiter. Irgendwann gesellten sich die geschmückten historischen Traktoren sowie die Kutschen als weitere Zugnummer dazu. Auch säumten immer öfter Besucher in bayerischen Trachten die Zugstrecke. Nur die Ziegenherde gibt es heute nicht mehr: »Die waren in der Haltung zu anstrengend, die sind ständig ausgebüxt.« Die Tiere sind mittlerweile bei neuen Besitzern als Beistellziegen für Pferde im Einsatz.

Die Kühe hingegen haben bereits mittlerweile große Erfahrung darin, was immer im September passiert. Sobald die Kuhglocken und der Blumenschmuck auftauchen, wissen sie, dass es nun zurück ins Dorf auf die Herbstweide gibt – und dort nach dem Almabtrieb frisches leckeres Gras wartet. Gut – wenn es nicht bald regnet, sieht es damit auch eher dürr aus. »Wir müssen jetzt schon Heu zufüttern«, sagt Lotz. Aber so ein Weidewechsel bringt auch so Abwechslung in den Alltag der Kühe. Der Blumenschmuck für die Leitkuh wird übrigens jedes Jahr von einer Floristin neu gebunden.

Um kurz nach 10 Uhr werden die Kühe am 16. September am Nieder-Bessinger Sportplatz eintreffen. Hier werden die Alphornbläser und die Mundartliedergruppe »Säustallschwalben« die Herde begrüßen. Danach setzt sich der Zug zur Herbstweide neben dem Kindergarten im Dorf in Bewegung. Am Gasthaus »Kaffeehannes« spielen danach die Säustallschwalben, die Alphornbläser und das »Wöll Duo Plus«. Außerdem treten die Bessinger Tanzgruppe »Girls on fire« und die »Miesterer Hexen« auf. Die historischen Traktoren kann man in einer Ausstellung auf der alten Ortsstraße besichtigen.

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