22. Februar 2019, 22:17 Uhr

Zahl der Besucher auf über 10 500 gestiegen

22. Februar 2019, 22:17 Uhr
Immer ein Hingucker bei den Dampf- und Gattertagen sind die Arbeiten am Sägegatter.

Seit Januar 2006 wird die Arbeit des Holz- und Technikmuseums durch einen Beirat unterstützt. 14 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie sowie Regional- und Strukturpolitik begleiten in ihren jeweiligen Verantwortungs- und Einflussbereichen die Arbeit des Museums. Dieter Mülich, Museumsleiter und Vorsitzender des seit Jahresbeginn aktiven Vereins »Freundeskreis Holz- und Technikmuseum Wettenberg«, berichtete dem Beirat über die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate. Die auf über 10 500 Gäste gestiegene Besucherzahl hob er hervor, wobei die drei Dampf- und Gattertage die im Vergleich zu früheren Jahren deutlichste Steigerungsrate aufweisen konnten. Die Bewältigung dieser Veranstaltungen werde nur durch ehrenamtliches Engagement sichergestellt, sagte der Museumsleiter und verwies auf rund 4000 geleistete Stunden.

Freundeskreis hat 110 Mitglieder

Sie hätten am Ende mit zum Jahresergebnis der angestrebten »schwarzen Null« beigetragen. Die mehr als 62 Kindergeburtstage sowie zahlreiche Seminare, Fortbildungsmaßnahmen und Firmen-Events sorgten überdies für eine hohe Auslastung.

In organisatorischer Hinsicht brachte das Jahr 2018, so der Museumsleiter, eine grundlegende Neuerung: Die seit 2007 vom ursprünglichen Museumsbetrieb ausgehenden stetig gewachsenen Aufgaben erforderten im Einvernehmen aller Beteiligten eine Separierung von der Heimatvereinigung Wißmar als bisherigem »Dachverein«. Der im Mai 2018 ins Leben gerufene »Freundeskreis Holz- und Technikmuseum Wettenberg« verzeichnet aktuell knapp 110 Mitglieder, hat inzwischen die Gemeinnützigkeit erlangt und ist seit Beginn des Jahres für die Geschicke des Wettenberger Holzerlebnishauses verantwortlich.

Geplant ist für das laufende Jahr die Einzäunung des Freigeländes. Daneben besteht aus Energiespargründen die Notwendigkeit, die verschiedenen Museumsabteilungen mit zeitgemäßer LED-Beleuchtung auszustatten. Das gewichtigste Projekt ist aber, im Sinne der Barrierefreiheit einen an der östlichen Außenwand gelegenen Personenaufzug für das zweistöckige Gebäude zu installieren. Seit der Eröffnung im Jahr 2003 betreibt das HTM eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Hessen Forst. Rita Kotschenreuther, zertifizierte Waldpädagogin, stellte in ihrem Rechenschaftsbericht 2018 ihre breit gefächerten Aufgaben dar. Neben kombinierten Wald- und Museumsexkursionen, Aktionen beim Gartenfest Gießen oder »Tag der Regionen« betreute sie zusammen mit der Museumsbetriebsleitung die Teilnehmer des »Freiwilligen Ökologischen Jahres«, führte Ferienspiele im und ums Museum durch und vertrat Hessen Forst bei der Durchführung der Dampf- und Gattertage. Kotschenreuther und Prof. Eberhard Seidel als stellvertretender Museumsleiter beleuchteten zudem das Tätigkeitsfeld »Regionales Umweltbildungszentrum UBZ«, dem die Projekte »Umweltschule«, »Koordination Netzwerk BNE Mittelhessen« und »Hessisches Klimabildungsprogramm« zugeordnet sind. Sie vertraten dabei den verhinderten Marc Schäm. Besagtes Netzwerk führte 2018 unterschiedliche Veranstaltungen unter dem Themenkomplex »Nachhaltiger Konsum« durch, während der Arbeitsbereich »Umweltschule« die Betreuung von 18 mittelhessischen Schulen umfasste, die eine im Herbst 2019 in der Frankfurter Paulskirche vorgesehene Auszeichnung als »Umweltschule« anstreben.

Bürgermeister Thomas Brunner fand lobende Worte für das gesamte Museumsteam. Mit einem Blick auf die gelegentlich aufkommende Debatte um die durchaus überschaubaren Kosten dieser Einrichtung sei es selbstverständlich, dass die Gemeinde als Eigentümer aufgrund buchhalterischer Vorgaben mit kostenwirksamen Abschreibungen rechnen müsse. Mit einem Wortspiel schloss er die Beiratssitzung: »Mit Abschreibung muss man leben, aber wir schreiben das Museum nicht ab.« (Archivfoto: mo)

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