29. Juni 2018, 22:01 Uhr

Wohnen statt Lebensmittel

29. Juni 2018, 22:01 Uhr
Wo der Lebensmittelmarkt stand, klafft nun eine Baugrube. (Foto: con)

Wo einst der Anneröder Nahkauf stand, werden schon bald Wohnungen entstehen: Das Gebäude des früheren Nahversorgers im Ort ist verschwunden, stattdessen befindet sich auf dem Grundstück zwischen dem Grasweg, der Borngasse und der Rödgener Straße ein tiefes Bauloch. Hier wird im kommenden Jahr der Neubau eines zweiteiligen Mehrfamilienhauses entstehen. Der Abriss und das Ausheben der Baugrube fanden bereits in den vergangenen Wochen statt. Gestern nun erfolgte der offizielle Spatenstich – mit riesiger Baggerschaufel und vielen kleinen Spaten.

Auf dem ehemaligen Nahkauf-Gelände will eine Investorengruppe, zu der die EFM Management AG aus Nordhessen und einige örtliche Beteiligte gehören, ein zweiteiliges Gebäude, verbunden durch ein gemeinsames Treppenhaus, errichten. Acht Einheiten sind pro Haus vorgesehen, 13 Wohn- und drei Gewerbeeinheiten – letztere könnten als Büro oder Praxis genutzt werden.

Die Wohneinheiten sollen als Zwei- bis Vierzimmerappartements zwischen 62 und 134 Quadratmetern mit Balkon oder Terrasse ausgebaut werden. Der Abschluss der Arbeiten soll spätestens zum 31. Dezember 2019 stattfinden. »Wir liegen aber sehr gut im Zeitplan – es ist gut möglich, dass wir schon zwei bis drei Monate früher fertig werden«, sagte Karl-Heinz Reinhardt, Vorstand der EFM Management AG, während des offiziellen Spatenstichs im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung.

Tiefgarage für Stellplätze

Alle Wohnungen in dem dreigeschossigen Gebäude sollen barrierefrei zu erreichen sein. Zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss sind geplant. Die notwendigen Stellplätze sollen in einer von der Borngasse aus anzufahrenden Tiefgarage untergebracht werden. Den Weg für den Neubau ebneten die ehemaligen Besitzer der Fläche Gabriele und Ulrich Mohr, als sie das Grundstück im Sommer 2017 an die Investorengruppe EFM verkauften.

Danach ging es hier Schlag auf Schlag, was auch Reinhardt würdigt: »Innerhalb eines halben Jahres hier den Bebauungsplan zu ändern ist nicht gewöhnlich«, erklärte er über das zügige Voranschreiten des Projekts. Dafür galt sein Dank besonders der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

»Wir sind hier auf einem sehr guten Weg«, erklärte Bürgermeister Stefan Bechthold zum Spatenstich. »Das ganze Projekt ist ein Musterbeispiel für eine innerörtliche Verdichtung der Wohnfläche«. Er bedauerte aber, dass mit dem Verlust der ehemaligen Nahkauffläche auch das Ende der Nahversorgung an diesem Standort einhergehe. Diese wolle man in Annerod aber nicht ganz aufgeben. Es gebe bereits Überlegungen, an einer anderen Stelle im Dorf einen Nahversorger anzusiedeln, erklärte Bechthold.

Dieser würde dem Dorf mit über 2700 Einwohnern auch gut tun. Zwar gibt es vor Ort noch unter anderem eine Bäckerei, eine Bank und Gaststätten. Jedoch muss man für einen größeren Einkauf bereits nach Gießen oder Steinbach fahren. Mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung sowie den Klimaschutz muss es da eigentlich Ziel sein, zumindest weite Fahrten für kleine Besorgungen unnötig zu machen.

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