26. August 2018, 19:37 Uhr

Schwalbenfreundliches Haus

Wilfried Klee päppelt kranke Schwalbe mit Fliegen auf

26. August 2018, 19:37 Uhr

Der Kreisverband Lahn-Dill des Naturschutzbundes (Nabu) will mit seiner Aktion schwalbenfreundliches Haus dafür sorgen, dass die Schwalben in den Wohnorten erhalten bleiben, brüten doch in vielen Ortschaften von Jahr zu Jahr immer weniger dieser Frühlingsboten. Das erläuterte der der Dorlarer Erwin Schnabel in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes anlässlich der Übergabe einer Urkunde für ein schwalbenfreundliches Haus.

250 Fliegen am Tag

Schnabel war in Waldgirmes in der Kreuzerstraße unterwegs, um Birgit und Wilfried Klee dafür zu danken, dass sie Schwalben unter ihrem Dach dulden und sich auch nicht durch den Kot ihrer Mitbewohner von ihrer Gastfreundschaft abbringen lassen, in Frieden mit ihnen zu leben. In 14 Kunstnestern fühlen sich dort Mehlschwalben und Mauersegler wohl. Als Nestnutzer wurden aber auch Sperlinge gesichtet.

Durch den Mangel an Lehm und anderem geeigneten Baumaterial sind Naturnester kaum noch zu finden. Wilfried Klee nutzt den Kot der Schwalben sogar als Dung für seine Blumen. Dass der große Kiwistrauch an der Treppe zum Hauseingang so prächtig geraten ist und viele Früchte trägt, hat auch mit dem Dung der Schwalben zu tun und spart Geld für teuren Kunstdünger, erläuterte der Hausbesitzer.

Noch etwas Besonderes ist aus dem Hause Klee zu vermelden. Wilfried Klee betätigt sich zur Zeit als Lebensretter für eine kranke oder verunfallte Schwalbe, die ihm zur Pflege gebracht wurde. Am Anfang sah es nicht so gut für den kleinen Patienten aus, doch inzwischen steigt sein Appetit auf Fliegen. 250 am Tag können es sein, die Klee dem kleinen Patienten mit einer Pinzette anreicht. Zum Einfangen so vieler Fliegen hat Wilfried Klee, er ist Jäger, eine hilfreiche Methode entwickelt.

Bald wird er die kleine Schwalbe wieder in die Freiheit entlassen können und hat dann als Lebensretter ein gutes Werk getan. Für ihre Liebe zu den Schwalben erhielten Birgit und Wilfried Klee eine Urkunde des Naturschutzbundes sowie eine Plakette zum Anbringen an die Hausfassade.

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