08. August 2018, 22:07 Uhr

Wenn die Endorphine Salsa tanzen

08. August 2018, 22:07 Uhr
Dorina Ludwig (M.) mit der ersten Trainingsgruppe. Das Angebot wird auch von Männern genutzt. (Foto: siw)

Tabata – Was ist das ? Erinnert ein bisschen an Tabaluga. Ein neues Musical vielleicht? Weit gefehlt. Obwohl die Musik bei diesem Angebot schon eine große Rolle spielt. »Schnell und mit viel Rhythmus sollte sie sein, eben Power-Beats«, sagt Dorina Ludwig. Die 23-Jährige hat im Mai im Turnverein Großen-Buseck die neue Trendsportart Tabata etabliert. Für vergangenen Montag lud nun der Turn- und Sportverein Beuern zu einer Probestunde ein.

Noch über 30 Grad um 20 Uhr in der Willy-Czech-Halle. Puh! Wer wird da wohl kommen? Abteilungsleiterin Anja de Grouppè machte große Augen, als sie die Halle betrat. In gespannter Erwartung, was auf sie zukommen wird, saßen da bereits 18 Frauen und ein Mann. Übungsleiterin Ludwig ging gleich zur Sache. »Wir brauchen jeweils zwei Hanteln, eine Matte und ein Handtuch.« Nach der Aufstellung im Kreis stellte sie die fetzige Musik an und los ging’s.

Effizientes Training mit Fatburner-Effekt ist nicht unbedingt von der Trainingsdauer abhängig. Die meisten Sportler profitieren viel mehr davon, wenn das Training insgesamt kurz ist, dafür die Belastungen sehr intensiv und die Erholungspausen dazwischen kurz. Beim Tabata-Workout reicht schon eine halbe Stunde, um an das persönliche Limit zu kommen. Benannt wurde der Trainingsstil nach dem gleichnamigen japanischen Arzt, Dr. Izumi Tabata. Er fand heraus, dass die Länge des sportlichen Trainings nicht mit dem Erfolg zusammenhängt. Wer länger läuft oder mehr Sätze beim Krafttraining absolviert, ist nicht automatisch am fittesten oder am kräftigsten.

Vielmehr zeigten die Sportler die deutlichsten Erfolge, die ein sehr intensives, aber dennoch vergleichsweise kurzes Intervalltraining absolvierten. Ein komplettes Tabata-Workout besteht aus acht Runden. Nach jeweils zwanzig Sekunden Maximalbelastung folgt eine Pause von zehn Sekunden.

Ludwig war in den letzten zehn Jahren erfolgreich in der Leichtathletik unterwegs. Nachdem die Studentin privat auf die Trendsportart umgestiegen ist, war der Weg nicht mehr weit, hier als Übungsleiterin tätig zu werden. Sie spricht von einem idealen Kraft- und Ausdauertraining.

Einsteigen ist jederzeit möglich. Wer sich angesprochen fühlt, kommt einfach montags um 20 Uhr über den seitlichen Sportlereingang in die Willy-Czech-Halle. Die Altersspanne der jetzigen Teilnehmer reicht von 13 bis 56 Jahren. So ganz unsportlich sollte man aber nicht sein. »Man muss wirklich alles geben und bereit sein, an seine Grenzen zu gehen. Es ist anstrengend, aber es lohnt sich«, betont Ludwig. »Am Ende des Trainings ist man zwar fix und fertig, aber man fühlt sich trotzdem gut, weil die Endorphine und das Adrenalin in Kopf und Körper Salsa tanzen.«

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