07. September 2018, 17:45 Uhr

Filmkritik

Wenn 60-Jährige »Fifty Shades« lesen – »Bookclub«

Hochkarätige Stars und viele gelungene Gags – der Film »Book Club« ist eine herrliche Komödie über das Liebesleben der Generation 60 plus.
07. September 2018, 17:45 Uhr
Filmszene. (Foto: Melinda Sue Gordon/SquareOne Entertainment/dpa )

 

Viele hochkarätige Stars, eine unterhaltsame Story und qualitätsvolle Komik – mit diesem Film ist Regisseur Bill Holdermann ein Werk gelungen, welches nicht nur beim Publikum über 60 Jahre für Unterhaltung sorgen wird.

Wer diese Frauen sieht, würde kaum glauben, dass sie sich seit mehreren Jahrzehnten wöchentlich in einem Buchclub treffen. Doch das gemeinsame Hobby hat Diane (Diane Keaton), Vivian (Jane Fonda), Sharon (Candice Bergen) und Carol (Mary Steenburgen) zusammengeschweißt. Als Vivian nun »Fifty Shades of grey« in den Club als Buch der Woche mitbringt, wird das Leben der vier Frauen jedoch gründlich durcheinandergewirbelt.

 

Moby Dick als Künstlername?

 

Dianes Töchter wollen etwa ihre Mutter, obwohl diese gerade einmal knapp über 60 ist, am liebsten nichts mehr allein machen lassen. Stattdessen soll sie zu ihnen ziehen – in die barrierefreie Kellerwohnung. Auf dem Flug zu ihren Töchtern liest Diane das Buch, worauf auch ihr Sitznachbar Arthur (Don Johnson) aufmerksam wird. Als er sie auf ihre Lektüre anspricht, meint sie schnell, sie lese gerade »Moby Dick«. Arthur entgegnet grinsend: »Ah, ist das der Künstlername von Christian Grey?«

Auf dem Rückflug begegnen sie sich wieder – denn Arthur ist Pilot. Diane lässt sich mit ihm auf ein Liebesabenteuer ein, was ihren Töchtern gar nicht passt.

 

Mit Viagra in die Polizeikontrolle

 

Sharon hingegen ist seit Jahren geschieden und hat dem Sex abgeschworen. Zuerst mag sie das Buch nicht. Plötzlich bekommt sie wieder Lust darauf, mal ein Date zu vereinbaren. Doch der erste Abend läuft anders als erwartet.

Vivian hingegen trifft ihre erste große Liebe wieder. Doch da sie den Grundsatz hat, nie mit Männern zu schlafen, die sie liebt, steht sie vor einem großen Problem. Carol hingegen ist mit Bruce (Craig T. Nelson) scheinbar glücklich verheiratet. Seitdem er in Rente ist, ist das Liebesleben aber ziemlich eingeschlafen. Carol will sich damit nicht abfinden. Als Vivian ihr eine Viagra-Tablette als »Hilfsmittel« überreicht und sie diese ihrem Mann heimlich ins Getränk mischt, gerät das Paar auf dem Heimweg in eine Polizeikontrolle...

Eine Komödie über das Liebesleben der Generation 60 plus – dies hätte schnell in flache Klischees abstürzen können. Doch das tut der Film nicht. Stattdessen macht »Book Club« jede Menge Spaß. Zudem sind auch viele versteckte Anspielungen auf andere Filme in dem Werk zu finden. So beeindruckt beispielsweise Arthur Diane, als er mit ihr einen Ausflug mit seinem Flugzeug macht – bei Christian Grey war es ja der Hubschrauber... Und auch wenn vier Frauen die Hauptrollen spielen, ist es deswegen noch lange kein reiner Frauenfilm. Auch Männer haben bei »Book Club« jede Menge Spaß.

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Film, der am 13. September in die Kinos im Landkreis kommt.

P. Dehnhardt

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