14. März 2019, 10:30 Uhr

Verkehr in Krofdorf

Was zum Schutz der Fußgänger getan werden kann

Wie kann der Verkehrsknoten an der unteren Hauptstraße von Krofdorf-Gleiberg sicherer werden? Im Sommer wird die Kreuzung wieder Thema einer Verkehrsschau.
14. März 2019, 10:30 Uhr
Die Kreuzung von Kinzenbacher Straße, Hauptstraße, Wetzlarer Straße und Burgstraße. (so)

Im November 2017 ist eine alte Frau auf dem Zebrastreifen in der Kinzenbacher Straße in Krofdorf angefahren und so schwer verletzt worden, dass sie an den Folgen den Unfalls wenig später starb.

In der vergangenen Woche stand der Unfallfahrer vor Gericht – und es war am Tag darauf Thema in der Gemeindevertretung. Georg Schlierbach von den Freien Wählern fragte an, was die Gemeinde zu tun gedenke, um den Gefahrenpunkt zu entschärfen. Schließlich ist’s der tägliche Schulweg für Dutzende Kinder.

Noch keine Lösung

Im Rathaus hat man das im Blick – wobei Bürgermeister Thomas Brunner darauf verwies, dass es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handele. Der tödliche Unfall sei ein tragischer Einzelfall. Wenn, dann bleibe es an der Kreuzung von Wetzlarer Straße, Burgstraße, Kinzenbacher Straße und Hauptstraße meist bei Blechschäden.

Aber offenkundig gibt es noch keine Lösung. »Wir haben unmittelbar nach dem tragischen Unfall überlegt, ob Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden können. Leider sind uns keine eingefallen oder vorgeschlagen worden«, sagt Brunner. Aber er gebe die Hoffnung nicht auf und warte die Hauptverkehrsschau mit großer Besetzung im Sommer ab.

Kleinere Maßnahmen

Zwar wurde das Parken in der Kinzenbacher Straße etwas geordnet, wurden am Zebrastreifen Blinklichter installiert – aber einen großen Wurf gibt es in der Tat noch nicht. Nach der letzten Verkehrsschau im Frühjahr 2017 wurden weitere Ideen geprüft – etwa der Bau eines Kreisverkehrs. Der funktioniert aber nicht, sagt der Bürgermeister Brunner. Wegen der Umgebungsbebauung reicht der Platz schlicht nicht aus.

Verlegen des Zebrastreifens?

Auch über ein Verlegen des Fußgängerüberwegs weiter nach hinten in die Kinzenbacher Straße hinein ist schon nachgedacht worden. Denn das könne die Situation entzerren, sodass Autofahrer beim Einfahren in die Kinzenbacher Straße vor dem Zebrastreifen nicht mehr mit dem Fahrzeugheck in die abknickende Vorfahrt von Hauptstraße/Wetzlarer Straße reinragen.

Doch auch da gibt es Bedenken. Würde der Zebrastreifen als Querungshilfe dann noch angenommen? Oder würden Fußgänger dann trotzdem den kürzesten Weg über die Straße nehmen? Diese Gedanken hat man sich im Rathaus sehr wohl schon gemacht. Entsprechend zurückhaltend formulierte der Bürgermeister die Antwort auf die Schlierbach-Anfrage.

Das Verlegen des Überwegs könnte womöglich nur funktionieren,wenn denn am Kurvenbereich Geländer oder Barrieren ein direktes Queren der Straße verhindern würde.

Oder eine Ampel?

Könnte eine Fußgängerampel die Lösung sein? Oder ein Ändern der Vorfahrtsregelung? Oder eine Einbahnregelung in der Kinzenbacher Straße? Letzteres würde auf jeden Fall etwas Verkehrsdruck aus dieser Straße nehmen. Zu bedenken ist dabei aber auch, dass die Kinzenbacher Straße die einzige direkte Anbindung von Krofdorf-Gleiberg an die Umgehungsstraße ist, die zu den Biebertal-Dörfern und ins Hinterland führt. Denn die Rodheimer Straße ist vor mehr als 20 Jahren bewusst nicht an die Umgehung angeschlossen worden. Und das lässt sich auf die Schnelle auch nicht mehr ändern.

Zu fragen ist dann zudem, was eine Einbahnregelung in der Kinzenbacher Straße und für die umliegenden kleinen Anwohnerstraßen bedeuten könnte: Würde dies etwa in der Schieferstraße, in den Feldgräben etc. zu mehr Verkehr führen? Wäre das verkraftbar? Wäre das gewollt? Da sind Fragen offen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Freie Wähler
  • Fußgänger
  • Kinzenbach
  • Krofdorf
  • Krofdorf-Gleiberg
  • Thomas Brunner
  • Thomas Brunner (Wettenberg)
  • Wettenberg
  • Rüdiger Soßdorf
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.