12. Juli 2017, 12:15 Uhr

»The Wall«-Gewinner

Was die Laubacher»The Wall«-Gewinner mit dem Geld machen

Ein Laubacher Geschwisterpaar ist dank der RTL-Show »The Wall« nun knapp 300.000 Euro reicher. Im Interview verrät Gewinnerin Anne Sussmann, dass das auch unmoralische Angebote zur Folge hat.
12. Juli 2017, 12:15 Uhr
Schon bei der Begrüßung ein Herz und eine Seele: Moderator Frank Buschmann (r.) und die Geschwister Anne und André Sussmann aus Laubach. (Foto: RTL/Stefan Gregorowius)

Anne und André Sussmann sind seit dem Wochenende um exakt 274 909 Euro reicher. Sie haben bei der neuen RTL-Show »The Wall« mitgemacht und gewonnen. Nun spricht Anne Sussmann darüber, was sie jetzt mit dem Geld vor hat, woran sie sich überhaupt noch erinnern kann und wie viele Fremde sich schon bei ihr gemeldet haben.

Frau Sussmann, noch einmal Gratulation zum Gewinn. Wissen Sie schon, was Sie mit dem Geld machen?

Die Laubacherin Anne Sussmann im Glück. (Foto: MG RTL D/Stefan Gregorowius)
Die Laubacherin Anne Sussmann im Glück. (Foto: MG RTL D/Stefan Gregorowius)

Anne Sussmann: Zunächst einmal teile ich das Geld mit meinem Bruder 50:50. Aber auch dafür muss es erst einmal auf dem Konto sein. Ansonsten weiß ich noch nicht, was ich damit mache. Fest steht lediglich, dass wir gemeinsam die Terrasse unserer Eltern erneuern lassen. Die Vereine, in denen wir aktiv sind, werden etwas bekommen, und ich als Weltenbummlerin werde sicher auch wieder eine Reise davon machen.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie sich bei »The Wall« angemeldet haben?

Sussmann: Ich hatte den Bewerbungsaufruf durch Zufall gesehen, fand nach etwas Lesen das Konzept ganz cool und habe einfach eine E-Mail geschrieben, nachdem mein Bruder gesagt hatte, dass er mit dabei wäre.

Ein paar Anfragen von Fremden gab es schon, die ignoriere ich aber einfach

Anne Sussmann

Wie ging es dann weiter?

Sussmann: Wir sind zum Casting nach Köln gefahren, haben uns dort mit den Leuten von RTL unterhalten und haben dann ein paar Tage später die Zusage bekommen. Am Samstag darauf kam schon ein Kamerateam für die Home-Story, sechs Wochen später (Ende Mai, Anm. d. Red.) wurde die Sendung in einem Fernsehstudio in Paris aufgezeichnet. Das war ganz cool, weil wir es mit ein paar Tagen Urlaub dort verbunden haben.

Haben Sie sich irgendwie auf die Show vorbereitet?

Sussmann: Nein, nicht wirklich. Wir haben uns im Netz ein paar Folgen aus den USA und Frankreich angeschaut, denn dort läuft die Show schon länger. Einfach nur um die Systematik und den Ablauf zu verstehen. Aber die Klamottenfrage war schwierig, denn wir durften wegen der Kamera weder ganz weiß noch ganz schwarz anziehen, keine zu engen Streifen oder T-Shirts mit Logos tragen. Das war gar nicht so einfach, denn mein Bruder hatte fast nur T-Shirts mit einem Logo drauf.

Sie haben während der Show zweimal alles verloren, auch bei der letzten Frage hätten es auch »nur« 30.000 Euro werden können. Wie haben Sie das erlebt?

Sussmann: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr richtig daran erinnern. Aber das Paar von uns war bei der vorletzten Frage auch auf Null gefallen und hatte noch rund 250 000 Euro gewonnen. Das hat uns Hoffnung gemacht. Aber man realisiert das in diesem Moment sowieso nicht wirklich.

Die Klamottenfrage war schwierig

Anne Sussmann

Die Aufzeichnung der Show war bereits im Mai. Wie schwer war es, Ihren Gewinn die ganze Zeit über zu verheimlichen?

Sussmann: Das war natürlich super schwer. Immerhin waren unsere Eltern und unsere Partner mit und wussten Bescheid. Den anderen aus der Familie und aus dem Freundeskreis haben wir nur erzählt, dass wir an Erfahrung gewonnen haben. Aber die hatten auch Verständnis dafür, dass wir wegen der Spannung nichts sagen durften. Am Samstag haben wir dann gemeinsam gegrillt und die Sendung geschaut. Da haben sie sich alle natürlich tierisch für uns gefreut.

Haben Sie nach Ihrem Gewinn eigentlich schon unmoralische Angebote bekommen?

Sussmann: Bislang kamen hauptsächlich Glückwünsche von Freunden, Bekannten und Kollegen. Selbst Bekannte aus den USA haben sich die Sendung im Internet angeschaut und sich gemeldet. Sie freuen sich, dass ich nun noch mehr reisen kann. Ein paar Anfragen von Fremden gab es auch schon, die ignoriere ich aber einfach.

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