12. Juni 2018, 10:03 Uhr

Trampolinpark

Was alles im ersten Trampolinpark des Kreises Gießen geplant ist

Trampolinhallen schießen bundesweit aus dem Boden. Nun erreicht der Trend den Kreis Gießen. In Linden können Gäste bald hüpfen und einen Parcours im Stil der Show »Ninja Warrior« bewältigen.
12. Juni 2018, 10:03 Uhr
Herzstück des Parks soll eine weitläufige Sprunglandschaft sein, in der man von Trampolin zu Trampolin hopst. (Foto: dpa)

Update: Auf Nachfrage erklärt der Betreiber, dass der Trampolinpark aufgrund von Verzögerungen bei der Inneneinrichtung erst Mitte September eröffnet.

Noch ist die Werkshalle in der Theodor-Heuss-Straße 18 in Leihgestern nahe des Netto-Supermarkts verwaist. Ein buntes Graffito auf der Außenfassade indes deutet darauf hin, was noch in diesem Sommer hier entstehen soll: Besucher werden auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche hüpfen, von einem Turm springen und sich in große Luftkissen fallen lassen. Und sie werden im Parcours-Duell wie in der Show »Ninja Warrior« an Stangen hangeln und über Netzen um die Wette klettern. In diesem August öffnet der erste Trampolinpark im Kreisgebiet – es wird den Investoren zufolge der größte dieser Art in Mittelhessen sein.

Das Springen auf dem Trampolin weckt Erinnerungen an die Kindheit

Daniel Wüstkamp

»Man schwebt. Das Springen weckt Kindheitserinnerungen«, sagt Daniel Wüstkamp. Er und Müslüm Aktar sind die Geschäftsführer des neuen Lindener Trampolinparks. Die genauen Baukosten in Leihgestern wollen sie nicht verraten. »Es ist aber eine hohe sechsstellige Summe«, erklärt Wüstkamp.



Seit Februar 2017 betreiben sie in Mörfelden-Walldorf unter dem Namen »Jump’n Fly« bereits eine der bundesweit größten Trampolinhallen. Auf die Frage, was sie nach Linden lockt, erklären sie: »Wir haben in Mörfelden viele Gäste aus dem Kreis Gießen und kommen gerne mit unseren Attraktionen zu unseren Kunden. Außerdem ist das Gebiet mit seinen vielen Studenten prädestiniert.« Zweifellos lockt sie auch das große Geschäft: Trampolinparks liegen im Trend. Was lange vor allem als Vorgartenbelustigung für Kinder galt, hat sich quasi sprunghaft zur Attraktion für viele Familien entwickelt. Überall im Land entstehen derartige Hallen mit Namen wie »Sprunghaus« oder »Jump XL«. Hüpfen ist hip. »Wir haben in Mörfelden im Winter, wenn mehr los ist, mehr als 4000 Besucher im Monat«, sagt Wüstkamp. Es seien nicht nur Kinder, die zum Hopsen dorthin kommen, sondern auch »viele Jugendliche, Erwachsene, Schulklassen und Firmen.«

 

Weitläufige Sprunglandschaft

Wie der Alltag in einem Trampolinpark aussieht, zeigt ein Besuch in Mörfelden: Als Erstes werden blaue Socken ausgehändigt, mit Noppen an den Sohlen, damit man auf den Trampolinen nicht ausrutscht. Dann beginnt das große Kraxeln und Hüpfen. Kinder, Muskelprotze und Rentner springen wie Flummis auf und ab. Einige zeigen Salti und weitere Kunststücke. Nebenan werfen sich Schüler beim Dodgeball mit Bällen ab. Jeder hat ein Grinsen im Gesicht. Gepolsterte blaue Streifen bieten den Gästen Platz, um kurz zu verschnaufen.

Eine weitläufige Sprunglandschaft, in der man von Trampolin zu Trampolin hopst und sich an Tricks versucht, soll es auch in Linden geben. »Hier kann jeder hüpfen wie er will«, sagt Geschäftsführer Muktar. »Die kleinen Trampolinflächen eignen sich gut, um erste Erfahrungen zu machen und sich an Kunststücken zu versuchen.« Geplant sind außerdem Basketballkörbe, in die Besucher per Trampolin nach oben schnellen und Slam Dunks versenken können, sowie ein Feld, auf dem Teams im Dodgeball gegeneinander antreten – und auch durch Sprünge auf Trampoline an der Wand vor fliegenden Bällen ausweichen können. Ein Kletterparcours bietet die Gelegenheit, sich an drehenden Rädern entlangzuhangeln. Wer fällt, landet weich auf Matten. »In Mörfelden haben wir Schaumstoffteile als Untergrund. Da sammelt sich aber so viel Staub und Dreck«, erzählt Wüstkamp.

 

Immer drei Jump Coaches an der Trampolinfläche

Wer in seinem Garten ein Trampolin für die eigenen Kinder stehen hat, weiß: Die Verletzungsgefahr ist nicht zu unterschätzen. »Es werden immer drei Jump Coaches an der Fläche stehen«, versichert Wüstkamp. »Wir haben in Mörfelden die Erfahrung gemacht, dass Kinder manchmal zu wild springen und andere stören. Dann schlagen wir ihnen kurz fünf Minuten Pause vor, damit sie ein wenig zur Ruhe zu kommen.«

Die Investoren planen auch Discoabende in der Trampolinhalle, einen Familientag und Angebote für Schulklassen und Firmen. Ein Attraktion soll außerdem eine Minigolfanlage sein: Die Besucher setzen eine 3-D-Brille auf, sodass sich vor ihnen der Blick auf Unterwasserwelten und Landschaften mit Dinosauriern öffnet, gleichzeitig werden neben einer Geräuschkulisse auch passende Gerüche verströmt. Eine größere Gastronomie soll es nicht geben. »Aber Pizza und Snacks werden wir anbieten.« Die Organisatoren suchen noch Mitarbeiter, ein 20-köpfiges Team soll in der Trampolinhalle beschäftigt werden.

Info

Öffnung Mitte September

Der Trampolinpark öffnet im August in der Theodor-Heuss-Straße 18. Das genaue Datum erhalten Sie in Kürze ebenso wie weitere Infos unter www.jumpnfly-giessen.de

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