26. Juli 2018, 22:03 Uhr

Volle Kraft fürs Lebenshaus

26. Juli 2018, 22:03 Uhr
Auf der Baustelle für das Lebenshaus im ostafrikanischen Busch gibt es keinen Kran – dort ist Handarbeit im besten Sinne angesagt. Mit von der Partie ist Norbert Wolff aus Staufenberg (im Blaumann, mit Handschuhen). (Foto: privat)

Staufenberg (vh). Uganda in Ostafrika ist eines der ärmsten Länder der Welt. Entwicklungshilfe verteilt die Regierung nach dem Gießkannenprinzip. Private Hilfe von außen für ein bestimmtes Projekt kann nachhaltiger sein.

Norbert Wolff aus Staufenberg hat ein bewegtes Berufsleben hinter sich. Der Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer leitete zuletzt hauptamtlich den Prüfungsausschuss Hessen für Sportbootführerscheine. 2011 ging er mit 69 Jahren in den Ruhestand.

Das Leben hatte es insgesamt gut mit ihm gemeint. Er wollte davon etwas zurück geben. Im Internet fand Wolff einen Helfer der jemand sucht mit einem Händchen fürs Praktische. Pfarrer Günter Hirt, zu Hause an der friesischen Nordseeküste, hatte damals in Afrika ein Stiftungsprojekt angestoßen.

Mittlerweile ist die Uganda-Lebenshaus-Stiftung gegründet worden. Sie kümmert sich um knapp zehn Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Einige Gebäude gehören dazu. Das auf 1200 Meter gelegene Hochlandareal, Lebenshaus genannt, befindet sich mitten im Busch. Es hat keine direkte Anschrift. Die nächste Stadt heißt Masaka. Bis zum Viktoriasee sind es 40 Kilometer, bis zum Äquator 49 Kilometer.

 

Drohne »fliegt Spenden ein«

 

Kinder aus den ärmsten Familien finden im Lebenshaus zeitweise Unterkunft, gesunde Ernährung, medizinische Versorgung und Grundlagen der Alphabetisierung. 23 afrikanische Mitarbeiter und Helfer bezahlt die Stiftung. Ziele sind: Das Lebenshaus sollte eines Tages auf eigenen Beinen stehen. Die Kinder sollen befähigt werden sich um ihren Lebensunterhalt selber zu kümmern.

Norbert Wolff ist auf der Suche nach Spendern so erfinderisch wie einst im Ingenieursberuf. Mit einer selbst gebauten Kamera-drohne (dafür ist eine amtliche Aufstiegserlaubnis vorhanden) dokumentiert er etwa Events. Wolff fordert kein Honorar, bittet aber um eine Spende.

Jüngst leitete Wolf am Edersee einen Kombikurs für den Erwerb der Sportbootführerscheine See und Binnen. Teilnehmer waren Mitglieder des Skiclubs Flotte Bretter Staufenberg. Die Idee dazu hatte man auf einer Skifreizeit in Altenmarkt/Österreich ersonnen. Der Kombikurs kostete die Teilnehmer nichts. Wolff erbat wiederum Spenden. Das war natürlich Ehrensache.

 

Das Lebenshaus mitten im Busch von Uganda hat keine direkte Anschrift. Es liegt in der Region Kyato im Kalungu-Distrikt nahe der Stadt Masaka westlich des Viktoriasees. Spenden, Zustiftungen und Patenschaften sind drei Säulen der Hilfe aus Deutschland (www.uganda-lebenshaus.de).

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