13. Dezember 2018, 22:11 Uhr

Viele Ideen von Verkehr bis Kultur

13. Dezember 2018, 22:11 Uhr
Die Idee, den Saal des früheren Darmstädter Hofs zu einer Begegnungsstätte mit Multifunktionsbühne auszubauen, stößt beim ersten Bürgerworkshop zum Stadtumbau auf großes Interesse. (Archivfoto: ti)

Jetzt sind die Hungener Bürger gefragt: Am Mittwoch startete der erste Bürgerworkshop für das Projekt »Stadtumbau Hungen«. Dafür trafen sich die Verantwortlichen der Stadtplanergruppe ROB und der GSW (Gesellschaft für Stadtentwicklung und Städtebau) mit interesseierten Bürgern, um gemeinsam die Projekte zu ermitteln, die den Menschen vor Ort am Herzen liegen. »Sie wissen am besten, wo es in Hungen hakt«, erklärte Folkert Rüttinger (ROB). In Gruppen zu verschiedenen Themenbereichen wurden am Mittwoch unterschiedliche Projekte erarbeitet, wobei es gewisse Überschneidungen bei den Interessen gibt.

Nadelöhr Bahnübergang

Vor allem um den Verkehr machten sich die Teilnehmer manche Gedanken. Dabei gibt es ein Nadelöhr, das immer wieder für Probleme sorgt: der Bahnübergang an der Kreuzung Kaiserstraße/Friedberger Straße. Beinahe täglich sehen die Geschäftsinhaber lange Rückstaus und immer wieder gibt es hier kleinere Auffahrunfälle. Gerade auch mit Blick auf die Reaktivierung der Horlofftalbahn wird es zudem zu mehr Zugverkehr kommen. Zum Themenkomplex Verkehr gehört auch ein möglicher Umbau der Kaiserstraße: Hier wünschen sich viele Anwohner und Geschäftsleute eine Begrünung – allerdings ließe sich eine solche nur mit dem Wegfall von Parkplätzen realisieren. Deshalb kam es zu Überlegungen, die Kaiserstraße vor allem für Kurzzeitparker zur Verfügung zu stellen. Für Langzeitparker könnte beispielsweise die Ladestraße ausgebaut werden, um auch weiterhin möglichst nah am Stadtkern parken zu können.

Neben den Gewerbetreibenden machte sich auch die Gruppe, die sich mit dem Thema Familie auseinandersetzte, einige Gedanken über den Verkehr: Auch hier nahm die Diskussion zum Bahnübergang einigen Raum ein. Aber vor allem ging es um die Frage, wie die Stadt für Radfahrer und Fußgänger sicherer und attraktiver gemacht werden könnte. »Immerhin ist Hungen nicht nur die Schäferstadt, sondern auch eine Fahrradstadt mit einem großen Radfahrverein«, sagt ein Teilnehmer. Daneben wünschen sich viele auch die Modernisierung des Spielplatzes am Hungener Schloss. Und ein weiteres oft genanntes Projekt ist eine Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke zwischen der Friedberger Straße und dem Liebfrauenberg.

Auch eine Wiederbelebung des alten Theater im Darmstädter Hof spricht viele an: Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt mit einer Multifunktionsbühne – das wünschen sich viele. Daneben gibt es auch die Idee eines »Urban Garden« für die Schäferstadt, in dem man gemeinsam gärtnern könnte. Im Sachen Wohnraum hat Hungen nach Meinung der meisten Teilnehmer noch viel Potenzial: Gerade angesichts der steigenden Mieten in Gießen könnte Hungen für Studenten deutlich interessanter werden, da Gießen mit dem Zug gut zu erreichen ist. »Aber dafür müsste Hungen auch auf kultureller Ebene attraktiver werden«, findet Thomas Woitscheck.

Am 13. Februar soll dann ein zweiter Bürgerworkshop stattfinden. Aus den erarbeiteten Vorschlägen soll im kommenden Jahr ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für Hungen erarbeitet werden, in dem mögliche Förderprojekte vorgestellt werden.

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