08. August 2018, 17:42 Uhr

Unfall

Verunglückte Radfahrerin bei Buseck: Unfallstelle als kritischer Punkt bekannt

Die am Dienstag verunglückte Radfahrerin schwebt offenbar noch immer in Lebensgefahr. Die Unfallstelle war bereits bei einer Ortsbegehung im Juni als kritischer Punkt angesprochen worden.
08. August 2018, 17:42 Uhr
Die Radfahrerin bog an dieser Stelle auf die Rödgener Straße am Ortsausgang von Trohe ein, als sie von einem Pkw erfasst und lebensgefährlich verletzt wurde. (Foto: dcg)

Einen Tag nach dem schweren Unfall einer 17 Jahre alten Radfahrerin am Ortsausgang von Trohe steht weiter die Frage im Raum, wie es zu dem folgenschweren Zusammenprall mit einem Pkw kommen konnte.

»Das macht natürlich sehr betroffen«, äußert sich Busecks Bürgermeister Dirk Haas. »Ich fahre dort selbst oft entlang und hätte mir einen solchen Unfall an dieser Stelle nicht vorstellen können.«

Die Buseckerin hatte laut Polizei am Dienstagmittag vom Mühlrain kommend die Kreisstraße zwischen Trohe und Rödgen überquert, um auf den parallel zur Straße verlaufenden Radweg zu gelangen. Dabei wurde sie von einem Pkw erfasst und lebensgefährlich am Kopf verletzt.

 

Bürgermeister: Verkehrsschild gut sichtbar

Die Unfallstelle war bei einer Ortsbegehung der Kommunalpolitik im Juni bereits Thema gewesen. Laut Bürgermeister Haas hatten Anwohner darauf hingewiesen, dass die Kreuzung zwischen Mühlrain und Kreisstraße für Radfahrer ein kritischer Punkt sei.

Schon bei der Begehung sei das »Vorfahrt achten«-Schild allerdings gut sichtbar und nicht zugewachsen gewesen. Die gestrichelten Linien am Übergang zur Straße sind laut Haas teils abgenutzt. »Wir haben bereits vor etwa zwei Wochen neues Material bestellt, das leider noch immer nicht eingetroffen ist«, sagt Haas und fügt hinzu: »Ob das am Verlauf des Unfalls etwas geändert hätte, ist schwer zu sagen.«

Geplant sei, den Mühlrain in den kommenden Jahren neu zu gestalten. Zwar hält Haas die Auftragung eines »Vorfahrt achten«-Schildes direkt auf dem Weg für denkbar. »Ich bin aber ehrlich gesagt auch etwas ratlos, was man kurzfristig machen kann, um die Stelle zu entschärfen.«

 

Sachverständiger eingeschaltet

Unterdessen befindet sich das Unfallopfer offenbar immer noch in kritischem Zustand. Die Radfahrerin war laut Polizei ohne Helm unterwegs gewesen. Sie wurde noch am Unfallort reanimiert und in die Uni-Klinik nach Gießen gebracht.

Inzwischen sei ein Sachverständiger zur Klärung der Unfallumstände eingeschaltet worden, sagt Polizeisprecher Jörg Reinemer. Man gehe aber momentan davon aus, dass das Unfallopfer die Vorfahrt offenbar übersehen habe.

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