08. April 2018, 19:03 Uhr

Tierische Stars

08. April 2018, 19:03 Uhr
Erst einfangen, dann liebkosen. An den Tannenhof-Tieren haben vor allem die kleinen Besucher ihre helle Freude. (Foto: vh)

Während den Osterhasen bisher niemand wirklich gesehen hat, sind Osterschweinchen Realität. Zumindest auf dem Tannenhof zwischen Allendorf und Allertshausen. Über Ostern zur Welt gekommen, sind diese quietschvergnügten Mini-Borstentiere, jedenfalls in Kinderaugen, noch süßer als der Honig, den einige Mitglieder des Bienenzuchtvereins Lumdatal auf dem Hoffest des Schulbauernhofes anboten. Bei Kaiserwetter gab es dort vermutlich einen Besucherrekord. Die kleinen Stars des Hoffestes lieferten sich mitunter spielerische Rangeleien. »Die machen ja fast Judo«, kommentierte ein Mädchen. Die Muttersau trottete seelenruhig in den Stall und ließ den Nachwuchs im Außengehege zurück. Zu gern hätte das noch um Fassung ringende Publikum die kleinen Flitzer getätschelt, konnte die Brüstung jedoch nicht überwinden.

Ferkel sind zwar süß aber keine Schmusetiere wie die Kaninchen im Verschlag. Bei denen ist Türe öffnen und streicheln erlaubt, das Herausnehmen nicht. Die verschiedenfarbige Hühnerschar im Pferch ist vergleichsweise weniger süß und auch nicht so streichelzart. Dafür hat die Begegnung von Kind und Huhn einen unschätzbaren Vorteil. Mit etwas Geschick lässt sich das Geflügel einfangen und liebkosen.

Ein Verhaltensbiologe hätte seine helle Freude. Die Nutztiere des Tannenhofs sind mehr oder weniger aufdringliche Kinderscharen gewohnt und reagieren selbst beim Massenansturm stressfrei. Kein Huhn stob wild gackernd davon oder pickte jemand in den Arm. Gleichwohl ist der Schulbauernhof wie jeder andere auch kein bloßer Streichelzoo. Klassen oder andere Gruppen arbeiten hier während ihres Aufenthalts. Ein wenig abseits stehen die Schafe auf der Wiese. Die Kälber liegen faul im Gras und die Horn tragenden Rinder im Stall flösen Respekt ein.

»Was krabbelt da? Die kleinen Helfer des Bauern!« lautete das Hoffest-Motto. Die Schirmherrin der Veranstaltung, Landrätin Anita Schneider, konnte nicht dabei sein. Stellvertretend sprach der ehrenamtliche Dezernent und Kreisbeigeordnete Istayfo Turgay das Grußwort. Zu den kleinen Helfern, die vielfältig erklärt wurden, zählen etwa Wildbiene, Fledermaus und Igel. Nützlinge, denen man ein Refugium anbieten muss.

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