04. Juni 2018, 22:13 Uhr

Steinmetz und Dorfchronist

04. Juni 2018, 22:13 Uhr
Das Gemälde zeigt Wilhelm Arnold V. und seine Ehefrau Katharina. (Foto: vh)

Die aus Beuern stammende Familie Arnold ist untrennbar mit Allendorf verbunden. Das markante Fachwerkgebäude in der Marktstraße 7, Künstlerhof Arnold, wird gerade in ein Bildungs- und Kulturzentrum umgestaltet. Darin versammelten sich am Sonntag Mitglieder des Freundeskreises W. H. Arnold zur Hauptversammlung. In der Remise des Heimatmuseums wurde anschließend die Ausstellung »Wilhelm Arnold V.« eröffnet.

Wilhelm Arnold V. lebte von 1856 bis 1934 in Beuern. Eigenständig brachte er sich das Steinmetzhandwerk bei. Er bekam Aufträge für Grabkreuze, Futterkrippen, Torpfosten und anderes. Außerdem hat er viele Bilder gemalt und allerlei Aufzeichnungen angefertigt. Eines seiner sechs Kinder, Wilhelm Heidwolf Arnold, studierte Bildhauerei und Malerei, heiratete und zog 1926 in das Haus Marktstraße. 1984 starb der akademische Künstler in Allendorf. Nach ihm ist der Künstlerhof benannt.

Sein einziger Sohn, Dr. Heidwolf Arnold, erwarb das Anwesen 1990. Der pensionierte Medizinprofessor wohnt in Freiburg/Breisgau. Er ist auch Vorsitzender des Freundeskreises. Zur Hauptversammlung und Ausstellungseröffnung weilte er in Allendorf. Zunächst würdigte er nochmals die Vorjahresveranstaltung zu Ehren des 120. Geburtstags seines Vaters. Dann ging er auf die neue Nutzung des Gebäudes ein. Die Volkshochschule des Landkreises Gießen habe das Programm »Bildungssommer im Künstlerhof Arnold« entwickelt.

Die erste Veranstaltung, ein zweitägiger Englisch-Kompaktkurs, sei just gelaufen. Bei Bedarf würden die Räume des Künstlerhofs für andere Ausstellungen Platz machen. Zurzeit hängen hier verschiedene Werkbeispiele von W. H. Arnold. Die Internetseite www.wilhelm-heidwolf-arnold.de sei aktualisiert worden, sagte der Vorsitzende. Das in der Marktstraße 5 wohnende Ehepaar Güss habe zum 1. Mai die Künstlerhof-Gaststätte neu eröffnet.

Die Ausstellung »Wilhelm Arnold V.« in der Remise hat dessen Urenkelin, Margitta Handloser aus Beuern, zusammengestellt. Der Steinmetz war auch Dorfchronist. Als ein solcher sind unzählige Schriftstücke überliefert, außerdem Zeichnungen von Gebäuden und Personen. Die Ausstellung ist bis zum 1. Juli zu sehen. Besuch nach telefonischer Anmeldung bei Brunhilde Trenz (0 64 07/52 67).

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