11. September 2018, 22:11 Uhr

Spannungsreiche Kost

11. September 2018, 22:11 Uhr
Unerwartetes Zusammentreffen mit Folgen: Psychiater Viktor Larenz (Oli Rudel) und Kinderbuchautorin Anna Spiegel (Claudia Sperling). (Foto: nab)

Für sein neuestes Stück hat sich das Ensemble des H2T-HinterHofTheaters aus Hungen keine leichte Kost ausgesucht. Denn nach der Inszenierung von fröhlich-rasanten Stücken wie beispielsweise die selbst geschriebenen Fortsetzungsgeschichte »Robin Hood… wieder Ärger in Nottingham« oder der Krimikomödie »Ein Fall für Pater Brown« haben sich nun die Laiendarsteller mit Sebastian Fitzeks »Die Therapie« einen Psychothriller vorgenommen. Und das ganz bewusst, wie Regisseur Flo Röhrich am Samstag am Rande der Premiere im Bürgerhaus in Hungen-Rodheim verriet. »Wir wollen uns bewusst nicht auf ein Genre festlegen«, sagte er über die Auswahl des rund 120-minütigen Stückes. Wer weiß, vielleicht könnte dann das nächste und damit zehnte Stück des Theaters, das sich 2011 gegründet hat, ein Stück für Kinder werden, kündigt Röhrich an.

Schlimmste Albträume werden wahr

Die Premiere in Rodheim verfolgten rund 100 Zuschauer. Und diese mussten vor allem eins: gut zuhören. Denn bei der Theateradaption des Debütromans des Schriftstellers Fitzek sind meistens nur zwei Personen auf der Bühne – und die führen lange Dialoge, in denen sich die spannende Geschichte entspinnt. Ein Sturm schließt den bekannten Psychiater Viktor Larenz (gespielt von Oli Rudel) auf einer Nordseeinsel ein. Doch er ist nicht allein, denn unerwartet steht die Kinderbuchautorin Anna Spiegel (Claudia Sperling) vor seiner Tür. Sie leidet unter Wahnvorstellungen und behauptet, dass sie sich von ihren Romanfiguren verfolgt fühlt.

Eine dieser Figuren ähnelt stark der Tochter von Psychiater Larenz. Vor vier Jahren ist die damals zwölfjährige Josy verschwunden. Jetzt klammert sich Larenz an jedes Wort, um mehr über das Schicksal seiner Tochter zu erfahren, doch was er mit dieser Therapie in Gang bringt, übertrifft seine schlimmsten Albträume.

In weiteren Rollen spielen Svenja Geißler als Privatdetektiv Kai Strathmann und Nicole Leidner als Bürgermeister Patrick Halberstaedt. Für die weiteren Aufführungen – bis Dezember gibt es Termine – sind die Rollen mit weiteren Darstellern besetzt. So wird Dr. Viktor Larenz auch von Flo Röhrich gespielt und Anna Spiegel von Andrea Etzold und Natalie Stede. Als Privatdetektiv treten auch Brit Rein und Charlott Kuczera in Erscheinung und Lysann Adelmann und Niobe Reichard als Bürgermeister Halberstaedt. Souffleusen sind Sabine Paul und Petra Ulrich und um die Technik kümmern sich Frithjof Tross, Ralph Sperling und als Technischer Leiter Harald Weiner. Geprobt haben die Laiendarsteller seit April.

Zur Premiere hat sich das Ensemble für sein Publikum noch etwas Besonderes einfallen lassen. Die Gäste konnten zunächst über einen roten Teppich schreiten und nahmen an dessen Ende ein Glas Sekt entgegen.

Das Obbornhofener Terzett Johanna Launspach (Keyboard und Querflöte), Kira Müller (Querflöte) und Marie Jäckel (Geige) untermalte die Veranstaltung mit klassischen und zeitgenössischen Instrumentalstücken. Nach der Aufführung startete die Premierenparty, bei der die Geschwister Melina und Dennis Fraizer im Singer- und Songwriter-Stil sowohl eigene als auch bekannte Songs aus Rock und Pop spielten.

»Die Therapie« wird am kommenden Samstag in Wölfersheim-Melbach (DGH) aufgeführt. Weitere Vorstellungen: 22. September Langd (DGH), 29. September Hungen (Gesamtschule), 13. Oktober Langsdorf (Volkshalle), 27. Oktober Nidda (Lokschuppen), 24. November Lich (Don-Bosco-Saal), 1. Dezember Wetzlar (Franzis), Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Die Vorstellung am 11. November in Grünberg (Kino) startet um 11 Uhr (Tickets unter www.hzweit.de).

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