29. August 2018, 22:22 Uhr

Sondersitzung zu Kostenexplosion

29. August 2018, 22:22 Uhr
Die alte Turnhalle der Anne-Frank-Schule soll im Herbst abgerissen werden. (Foto: pad)

Weil der Bau einer neuen Zweifeld-Sporthalle an der Anne-Frank- Schule um eine knappe Million Euro deutlich teurer wird, beschäftigt sich nun das Lindener Stadtparlament am Donnerstag nächster Woche in einer Sondersitzung mit dem Thema. Ein Knackpunkt ist vor allem eine geplante Tribüne.

»An der Tribüne scheiden sich die Geister«, hält auch Bürgermeister Jörg König fest. Auf Ebene des Landkreises habe sich die Überzeugung, dass eine Tribüne notwendig sei, noch nicht durchgesetzt. König betont, es gehe doch nur darum, den Status quo zu erhalten. »In der bestehenden Halle ist bereits eine Tribüne eingebaut. Und wir wollen kein Riesending à la Olympiastadion.« 150 bis 200 Plätze wären aus seiner Sicht völlig ausreichend.

Die Stadt Linden und der Kreis müssen zudem über die Aufteilung der Kosten für die Tribüne noch diskutieren. 478 000 Euro brutto für eine Tribüne seien durchaus viel, hatte König vergangene Woche im Sozialausschuss eingeräumt. Der Neubau inklusive Tribüne sei allerdings im Interesse der Schule und der Lindener Vereine.

Wie berichtet waren die Kosten für den Sporthallenbau von ursprünglich 2,8 auf 3,7 Millionen Euro angestiegen. Die Stadt Linden hat eine Beteiligung von 25 Prozent mit dem Kreis vereinbart. Statt zunächst 700 000 Euro müsste die Stadt nun 925 000 Euro zahlen.

Nach einer Vorlage des Magistrats besteht Linden auf die Beteiligung in Höhe von 25 Prozent der Gesamtkosten für den Neubau – inklusive einer fest installierten Tribüne. Außerdem will sich die Stadt Linden nicht an zukünftigen Wartungskosten beteiligen. Und sie möchte eine maximale Grenze für die Kosten der Sporthalle festsetzen: Diese soll bei 4,0 Millionen Euro brutto liegen. Am Dienstag wird zunächst im Haupt- und Finanzausschuss darüber diskutiert.

Thema im Lindener Stadtparlament war am Dienstag auch die Zukunft von Straßenbeiträgen. Die Stadt Linden hat seit 2003 8,4 Millionen Euro an förderfähigen Mitteln in Straßenbaumaßnahmen investiert. Ein gutes Drittel davon, 37 Prozent, wurden durch Straßenbeiträge finanziert. Seit 2013 allerdings erhebt Linden keine Straßenbeiträge. Die Option, auf Straßenbeiträge zu verzichten, sei noch nicht zu Ende geprüft, erklärte der Bürgermeister. »Eine Möglichkeit der Finanzierung könnte über eine Grundsteuer-B-Erhöhung erreicht werden«, sagte er – und fügte hinzu: »mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen«.

König berichtete außerdem, nach Gesprächen mit dem Städte- und Gemeindebund sowie dem Innnenministerium sei eine Rückerstattung von bereits bezahlten Straßenbeiträgen nicht möglich.

Am Rande der Sitzung äußerte auch Bürgermeisterkandidat Felix Koop die Einschätzung, dass man anhand der Zahlen möglicherweise auf Straßenbeiträge verzichten könnte.

Beschlossen wurde am Mittwoch auch ein Verkauf einer 2673 Quadratmeter großen Fläche der Stadt an den Verein für Kranken-, Alten- und Kinderpflege für 179 500 Euro, um eine Erweiterung des Lindener Seniorenzentrums zu ermöglichen.

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