19. August 2018, 22:13 Uhr

Solidarität und Menschlichkeit

19. August 2018, 22:13 Uhr

Gleich drei Geburtstage wurden am Samstag in der Fellingshäuser Post gefeiert: 70 Jahre VdK sowie die Ehrentage des einstigen Vorstandsmitglieds Erika Kinzenbach und der Concordia-Dirigentin Lidia Peiß, deren Chor unter ihrer Leitung die Feier im Gasthaus »Zur Post« mitgestaltete. Die Veranstaltung war ein rundum gelungene Angelegenheit – dem Anlass angemessen und mit der richtigen Mischung aus ernsten Betrachtungen und heiterem Rahmenprogramm, das dem Wandel eines »alten« Verbandes zu einer Organisation mit zeitgemäßer Ausrichtung gerecht wurde. Allen voran ging der besondere Gruß an das einzig noch lebende Gründungsmitglied, Josef Rentrop.

Der Kreisvorsitzende Horst Weitze skizzierte die Entwicklung des VdK als Folge des verlorenen Krieges und der daraus resultierenden Not der Bevölkerung. Eineinhalb Jahre nach Kriegsende billigten die Siegermächte die Gründung des »Verbandes der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen für Großhessen«. Zunächst galt die Arbeit der Versorgung der Kriegsbeschädigten und ihrer Hinterbliebenen. Gegen Ende der 50er Jahre schrumpfte die Zielgruppe und damit die Mitgliederzahlen. So öffnete sich der VdK Anfang der 70er Jahre allen hilfsbedürftigen Menschen und nennt sich seit dieser Zeit, »Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner« und ist die größte soziale Interessensvertretung Deutschlands. Auf allen Ebenen präsent und aktiv bestimmt er die sozialpolitischen Schwerpunkte, nimmt Einfluss auf die Sozialpolitik und ist der Anwalt und das Sprachrohr aller hilfesuchenden und hilfsbedürftigen sowie in Not geratener Menschen.

70 Jahre bedeuten sieben Jahrzehnte Erfahrung, Beratungskompetenz und erfolgreiche Vertrauensarbeit, so Bürgermeisterin Patricia Ortmann. In den Ortsverbänden werde hervorragende Basisarbeit geleistet und mit großem Engagement Solidarität und Menschlichkeit gelebt. Steigenden Mitgliederzahlen seien gerade beim Ortsverein Fellingshausen ein unmissverständlicher Beleg für den Erfolg dieser Arbeit. Die Komplexität der Sozialgesetzgebung sei für die meisten Menschen nicht zu überblicken. Deshalb sei der VdK unerlässlich für rat- und hilfesuchende Menschen. Steffen Balser grüßte die Ortsgruppe mit dem Lob, das sie das Motto der 750-Jahr-Feier Fellingshausen – »Tradition erhalten, Zukunft gestalten« – verstanden habe und lebe.

Wie sicher kein anderer hat das einzig noch lebende Gründungsmitglied, Josef Rentrop, die VdK-Ortsverein Fellingshausen-Krumbach geprägt. In wenigen Wochen wird er 95 Jahre alt. Von den 70 Jahren seiner Vereinszugehörigkeit war er 56 Jahre im Vorstand und trug Verantwortung in allen Ämtern, teils sogar in Personalunion als Vorsitzender und Schriftführer. Der Kreisvorsitzende würdigte sein Lebenswerk und verlieh dem Jubilar die goldene Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes. Friedel Mohr ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Ein Vorbild war Josef Rentrop auch für Manfred Kinzenbach, der ebenfalls die gleichen Ehrungen und Auszeichnungen erhielt. Von seinen 25 Jahren Mitgliedschaft war er sieben Jahre 2. Vorsitzende und zwölf Jahre stand er an der Spitze des Vorstandes.

Der Gesangverein erfreute die Gäste im Gasthaus »Zur Post« unter anderem mit dem »Fellingshäuser Lied. Die »Westerwald-Pipers« unter Leitung des Schotten Jimmy Mc Cowat sorgten mit ihren Dudelsäcken und ihren Kilts für eine Augen- und Ohrenweide. Zum Schluss wurde es wieder bodenständig mit den »Dorfkindern«.

Die Elferratsgarde aus Rodheim erfreute die Gäste in bunten Dirndln mit schmissigen Showtänzen. »Sie sehen, der VdK, ein Verein mit viel Schwung und Attraktivität, stellte Friedel Mohr fest und prompt folgten zwei neue Eintritte.

Die Rodheimer Dorfkinder gestalten den Festakt ebenso mit wie die Westerwald-Pipers. Zu Ehrenvorsitzenden ernannt und mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet werden Manfred Kinzenbach (links) und Josef Rentrop. (Fotos: m)

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