11. Juni 2018, 21:22 Uhr

Selbstständig, aber im Austausch

11. Juni 2018, 21:22 Uhr
Musikbeiträge lockern die Reden auf.

Zum runden Geburtstag sind Geschenke üblich. Im 50. Jahr ihres Bestehens geht auch die CBES Standort Allendorf/Lumda nicht leer aus. Im Kreistag wird just die längst überfällige Sanierung angeschoben. Zum Festakt vor geladenen Gästen gab es in der Schulaula einige Reden, die von Musikbeiträgen aufgelockert wurden.

Schulsprecherin Hannah Käs und Lehrer Daniel Miller moderierten. CBES-Schulleiter Andrej Keller sagte, eine Schule mit zwei Standorten gebe es seines Wissens nur einmal noch in Nordhessen. Die Standorte Lollar und Allendorf seien jeweils selbstständig, aber in einem beständigen Austausch begriffen. Die Schülerzahl in Allendorf steige von jetzt 250 um sechs Prozent auf 265 im kommenden Schuljahr. Neu im Angebot sei Spanisch. Großzügig sei das Angebot der Arbeitsgemeinschaften nachmittags. Eine gemeinsame Steuergruppe beider Standorte mit Vertretern der Leitung, Lehrern, Schülern und Eltern solle eingesetzt werden. Im Gespräch sei der Standort als »Campusschule« der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen. Diese sollen mit der JLU gemeinsame Lehr- bzw. Lern-Forschungsprojekte entwickeln und die Qualitätsentwicklung der Lehrerbildung vorantreiben.

Standortleiter Ralf Achenbach sagte, dass insgesamt über 5000 Schüler seit Schuleröffnung im Jahr 1968 unterrichtet wurden. Politik, Wirtschaft und Bürger in Allendorf zögen an einem Strang, um den Standort zu erhalten.

Kreisschuldezernentin Dr. Christiane Schmahl verlas ein Grußwort der verhinderten Landrätin. Darin stellt sie fest, dass der Schulstandort strukturell wichtig für den ländlichen Raum sei. Ein Sanierungskonzept sei auf dem Weg. Schmahl selber gab bekannt, dass die Essensversorgung in der Schulmensa wieder in die Gänge kommen soll. Im neuen Schulentwicklungsplan des Landkreises seien der Schulerhalt und die Sanierung festgeschrieben. Der Kreisbauausschuss berate auf seiner nächsten Sitzung am Dienstag darüber.

Für das Staatliche Schulamt Gießen sprach Dr. Arne Hogrefe. Schulsprecherin Käs sagte, sie habe viel lernen müssen, aber auch viele Freundschaften geschlossen. Das gebe einen Leitgedanken: »Niemand wird allein gelassen«. Gut vorbereitet seien die Übergänger auf weiterführende Schulen.

Für Werteordnung bedeutend

Bürgermeister Thomas Benz (vor 35 Jahren hier Schüler) erwähnte die kleinen Klassen, gute Angebote und den Kontakt zu den Ortsvereinen, die beim Schulfest mitmachten.

Rabenaus Bürgermeister Florian Langecker (auch Ehemaliger) betonte die Wichtigkeit von Schule und Lehre für Sozialisation und Werteordnung junger Menschen. Elternvertreterin Renate Becker schlug in dieselbe Kerbe. Bezüglich Bildungsstand und Sozialkompetenz würden Allendorfer Schulabgänger woanders »mit Kusshand genommen«. Für den Förderverein sprach Wolfgang Blume. Über 108 000 Euro habe der Verein in den 50 Jahren investiert. Die Spendenbereitschaft in Allendorf sei auch enorm. (Foto: vh)

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