14. August 2018, 22:16 Uhr

Seit 50 Jahren unterwegs

14. August 2018, 22:16 Uhr
Nora Schmidt und »L’Accordéoniste« Manfred Becker. (Foto: m)

«Non, je ne regrette rien« – das ist nicht nur das berühmteste Chanson der kleinen, großen Französin Édith Piaf – das ist auch ein offenes und ehrliches Bekenntnis von Nora Schmidt. Dieses Lied ist ein Freund, ein guter Begleiter und sie sang es auf Burg Gleiberg nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal als Zugabe. Seit 50 Jahren steht sie auf der Bühne, nahm aus diesem Anlass ihre Fangemeinde auf dem Burghof mit auf eine ganz persönliche Zeitreise. Das sei schon eine Herausforderung, fünf Jahrzehnte zu einem musikalischen Strauß zu binden, der ihre Freude an der Musik widerspiegelt.

Musikalische Abenteuerlust

Doch es gelang bravourös. Unverkennbar ihre warme samtige Stimme, die auch über die Jahre nichts von ihrem Gänsehaut-Flair verloren hat. »La mer« zu Beginn und es folgten unter anderem »Fields of Gold«, »Du tust mir gut«, »L’accordéoniste«, »Tears in heaven« und das »Hallelujah«. Ihre Gäste ließ sie zwischen den Stücken teilhaben an ihrem musikalischen Leben, das mit zehn Jahren bei den Harmonika-Junioren Krofdorf-Gleiberg begann. Und da sie sich dort schon häufiger als Sängerin empfahl, war der Weg nicht weit, mit 18 Jahren bei der Wißmarer Rock-Band »Atlantis« Gas zu geben. Was Nora Schmidt auszeichnet, sind ihr Mut und ihre Abenteuerlust, denn sie war und ist stets offen für Neues. In den unterschiedlichsten Musik-Genres probierte sie sich aus: Von Rock und Pop bis zu Big-Band-Titeln, Gospel-Songs – und immer wieder gerne Chanson. Zudem kann sie sich bei guter Egerländer Musik wohlfühlen und war unter anderem 15 Jahre lang die Stimme bei den Lahntal-Musikanten. Ein herausragendes Ereignis war 1983 die Gründung der Folks-Formation »Liederbuch«, gemeinsam mit ihrem Bruder Norbert und weiteren Freunden. Klar war der große Bruder auch Gast beim Gleiberg-Konzert. Der Start in die zweite Hälfte des Konzertes erfolgte mit »La vien en rose« und »Sous le ciel de Paris«. Nora versteht es auf sympathische und unaufdringliche Weise mit ihrem Publikum zu kommunizieren und kündigt mit einem Augenzwinkern das Stück »Liebe ist mollig« an. Den meisten ihrer Lieder liegen Texte und Botschaften zugrunde, die nachdenklich stimmen, aufrütteln, traurig machen, aber auch Hoffnung spenden und damit die nahezu gesamte Bandbreite an Emotionen und Lebensgefühlen transportieren. Nora weiß aber auch, welchen Anteil die Bandmitglieder am Erfolg haben. Deshalb galt es Danke zu sagen an hervorragende Musiker: Tobias Lauber (Piano), Burkhard Mayer (Gitarre), Frank Höfliger (Bass), Moritz Petersen (Schlagzeug), Manfred Becker (Akkordeon) und Jörg Eichberger (Saxofon). Simeon Lauber stand am Mischpult. Ihr Dank galt aber auch dem Gleiberg-Verein, der dieses herrliche Konzert ermöglicht hatte.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Burg Gleiberg
  • Burgen
  • Chanson
  • Wettenberg
  • Volker Mattern
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.