20. April 2018, 21:37 Uhr

Schüler kennen nur die Baustelle

20. April 2018, 21:37 Uhr
Schulleiter Norbert Kissel (r.) führt Schuldezernentin Christiane Schmahl und Bürgermeister Udo Schöffmann (2. v. r.) durch die sanierten Räume – hier den Bereich für Werken. (Foto: con)

Nach zwölf Jahren Bauzeit endet nun die Innensanierung an der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim. Zuletzt fand nun in zwei getrennten Bauabschnitten (Sieben und Acht) die Sanierung auf Ebene 0 und 1 des Schulgebäudes. Dabei startete der achte Bauabschnitt im vergangenen Jahr noch vor dem Siebten und konnte dem entsprechend bereits im November 2017 eingeweiht werden. Der siebte Bauabschnitt war im letzten Frühjahr begonnen worden und ist nun abgeschlossen.

Betroffen waren diesmal die Verwaltung der Schule mit neun Büros, eine Teeküche, drei Treppenhäuser, ein Foyer und drei Flure. Insgesamt wurde eine Fläche von 1013 Quadratmetern entkernt und in den Rohbauzustand zurückversetzt. Anschließend wurden neue Trennwände eingezogen und Türen eingebaut. Die Räume erhielten neue Bodenbeläge, abgehängte Decken sowie Glasgewebetapeten mit Anstrich. Das Investitionsbudget lag bei 904 000 Euro.

»Ich weiß gar nicht, ob Sie sich noch erinnern können, wann die Genehmigung für die ersten zwei Bauabschnitte an der Schule erfolgte«, sagte die erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl in ihrer Festrede zur Einweihung. »Das war am 8. März 2006. Seitdem liefen die Arbeiten im laufenden Schulbetrieb – was nur eine nette Umschreibung für Lärm, Schmutz und Dreck ist.«

Zwölf Jahre Schulbetrieb mit Baustelle – das bedeutet auch, dass über 1000 Schüler ihre Schule nur als Baustelle erlebt haben. »Eins ist sicher: Es ist sehr, sehr schön geworden«, sagte Schulsprecherin Sarah Sofie Schmidt. »Wir freuen uns darauf in einem schönen neuen Gebäude lernen zu können.«

Auch Schulleiter Norbert Kissel könnte sicherlich die ein oder andere Geschichte aus diesen zwölf Jahren berichten – »aber alleine die lustigen Anekdoten würden den Rahmen hier sprengen«. Aber da gibt es ja noch einen anderen Weg: »Für all diese Dinge habe ich ein kleines Büchlein geschrieben – gerade einmal 900 klein gedruckte Seiten umfasst es und der Anhang heißt: Und täglich grüßt das Kleinsportfeld«, scherzte Kissel. Vielleicht schreibt er es irgendwann wirklich.

Bis heute wurden 9,2 Millionen Euro in die Schulsanierung investiert. Verschwinden werden die Baustellen nun von der ARS aber nicht. Noch dieses Jahr wird der neunte Bauabschnitt gestartet. Dabei wird dann die energetische Sanierung der Gebäudehülle als Teil des Kommunaleninvestitionsprogramms mit einem Gesamtbudget von 2,6 Millionen Euro angegangen. Mit der Fertigstellung wird 2019 gerechnet. »Danach ist wieder eine große Baustelle im Kreis abgeschlossen«, sagte Schmahl. Dann seien auch der mangelnde Brandschutz und undichte Decken passé. Im Anschluss soll der Bau der Außensportanlage an der ARS erfolgen.

Schmahl entschuldigt sich

Diese Worte lassen aufhorchen – denn den Bau hatte Schmahl bereits 2016 angekündigt. Sie erklärte nun, dass damals der Kreistag das Ganze ausgebremst habe, wofür sie sich entschuldige. Sollte nun im Mai der Kreisausschuss dem Nachtragshaushalt zustimmen, würde das Kleinsportfeld endlich möglich werden.

Für das Rahmenprogramm hatte sich die Schulgemeinschaft viel ausgedacht: Von Vivaldi bis Breakdance boten die verschiedenen Schülergruppen viel Abwechslung zwischen den Festreden. Im Anschluss an den Festakt wurden die neugestalteten Räume in einem Rundgang besichtigt – »alles noch etwas neu und steril, aber das wird alles noch gemacht«, wie der Schulleiter erklärte. Mit dem Abschluss der Innensanierung wird auch Schulleiter Norbert Kissel die ARS verlassen – er war hier 18 Jahre lang Schulleiter. »Ich freue mich, dass ich hier dabei gewesen bin.«

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