01. Juli 2018, 19:37 Uhr

SPD: Weitere Bauflächen nötig

01. Juli 2018, 19:37 Uhr

Das Ende der Bebauung in der Lollarer Kernstadt sei keineswegs erreicht: Dies betont die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung. Damit widersprechen sie den Grünen, die kürzlich auf »natürliche Grenzen« in der Siedlungspolitik Lollars hingewiesen hatten.

»Aus Sicht der SPD bedarf es auch weiterhin der gezielten Ausweisung von Bauflächen«, betonen die Genossen. »Wobei darauf zu achten ist, dass mit Grund und Boden sparsam und effizient umgegangen wird.« Auch Aspekte wie die verdichtete Bebauung durch Reihen- und Mehrfamilienhäuser und Probleme durch höheres Verkehrsaufkommen müsse mit einbezogen werden.

Das Baugebiet »Lumdaniederung« habe dazu geführt, dass Lollar in den letzten Jahren zur Stadt mit der jüngsten Altersstruktur im Landkreis geworden sei und »an Anziehungskraft insgesamt gewonnen hat.«

Zudem sei der finanzielle Aspekt zu berücksichtigen. Für die Neubaugebiete »Lumdaniederung« und »Auf der Hohl« habe die Stadt Lollar bislang 600 000 Euro an Strukturbeiträgen eingenommen. »Hinzu kommen noch die Einnahmen aus dem Verkauf von städtischen Rohbaulandflächen.«

Weiterhin, betont die SPD, tragen neue Einwohner zur Steigerung von Steuereinnahmen für die Stadt sowie zu einer besseren Nutzung der Infrastruktur bei. »Je weniger Einwohner an die Wasserversorgung, Kanalisation und Kläranlage angeschlossen sind um so mehr steigen die verbrauchsabhängigen Beiträge für Wasser und Abwasser«, heißt es in der Presseerklärung.

Die Grünen hatten darauf hingewiesen, dass mit jedem neuen Bauvorhaben auch der Autoverkehr zunehme. Die SPD räumt ein, dass, wie von den Grünen gefordert, nachhaltige Verkehrskonzepte notwendig seien. »Allerdings sind hierzu auch noch keine konkreten Vorschläge der Grünen gekommen.«

Die Grünen hatten kritisiert, dass die nächste Bauleitplanung unterhalb der K29 bis zur Höhe Dammstraße mit weiteren 24 Wohneinheiten erfolgen solle. Da der Flächennutzungsplan diese »Pufferzone« als letztes Baugebiet ausweise, sei mit dem Schlimmsten zu rechnen. Die »Frischluftschneise des Lumdatals werde für die Innenstadt endgültig versiegelt. Die SPD wehrt sich gegen den Begriff der Pufferzone«. Dies habe mit der Realität nichts zu tun. Und von einer »Frischluft-Versiegelung der Innenstadt« kann keine Rede sein.«

Die Stadt Lollar muss ab 2019 rund 250 000 Euro als Tilgungsbeitrag jährlich im Rahmen der »Hessenkasse« an das Land leisten. »Wenn die Grünen nicht, was die SPD konsequent ablehnt, Grundsteuererhöhungen als Mittel der Einnahmen sehen, bleibt nur zu schauen, wo wir die Chancen der Vermarktung von Bauland nutzen.«

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