08. Mai 2012, 22:08 Uhr

Politisch interessierte Kreis-Schüler zu Gast in Brüssel

Gießen (pm). »Wir haben viel gelernt, was wir in der Schule nie erfahren hätten«, bilanzierte Christian Kopping eine Studienfahrt nach Brüssel, zu der der Landkreis unlängst politisch interessierte und in der Schülervertretung tätig Mädchen und Jungen eingeladen hatte.
08. Mai 2012, 22:08 Uhr
Schülerinnen und Schüler mit ihren Betreuern in Brüssel. (Foto: pm)

Der 15-Jährige aus Laubach war mit 15 SV-Mitstreitern, den SV-Betreuungslehrern sowie Ingrid Macht von der Kreis-Jugendförderung für einige Tage in die europäische Hauptstadt gefahren, um dort vor unter hinter den Kulissen Europa auf den Zahn zu fühlen, unter anderem im Parlament. »Wie war’s denn?«, wollte Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald als zuständiger Jugenddezernent von den Teilnehmern wissen, als die sich zur Nachbereitung in den Räumen der Kreisverwaltung am Riversplatz trafen. Das Votum der Nachwuchspolitiker war durchweg positiv und einstimmig: Neuauflage erscheint angeraten!

Keine Einstimmigkeit gab es hingegen beim Planspiel, das Teil des Parlamentsbesuchs war. Denn dabei galt es, gegensätzliche politische Positionen einzunehmen, diese zu vertreten und eine Gesetzgebung durch die Kommission zu bringen. »Das war ganz schön hart, zumal man kaum Zeit hatte, sich auf die inszenierten Pressekonferenzen vorzubereiten«, schilderte Luana Sommer, noch immer beeindruckt von der Betriebsamkeit im Abgeordnetenhaus der EU. »Dabei hat man aber gemerkt, dass ihr fast alle schon ein Rhetorik-Training absolviert habt«, betonte Ingrid Macht, die die Qualität des freien Redens lobte.

Faszinierende Sprachenvielfalt

»Besonders interessant war – neben dem Besuch im Abgeordnetenhaus – das Gespräch mit Udo Bullmann, der im persönlichen Gespräch den Arbeitsalltag eines Abgeordneten schilderte«, berichtete Eta Zeneli zur Begegnung mit dem Gießener. Fast alle aus der Gruppe waren überrascht, wie viele Mitarbeiter in Brüssel beschäftigt sind und dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, ein politisch ausgerichtetes Praktikum bei der EU zu machen. Auch die Fülle an Sprachen und die Tatsache, dass alle Reden in alle in der EU vertretenen Sprachen übersetzt werden, faszinierte die Jugendlichen aus dem Gießener Land nachdrücklich.

Beim Nachtreffen zur Brüssel-Fahrt überreichten die Teilnehmer auch das Arbeitsergebnis der mehrtägigen Reise. Die politisch aktiven Jugendlichen hatten zu unterschiedlichen Themen Berichte erarbeitet, die in einem Kalender zusammengefasst sind – und die sie nun durch das Jahr begleiten.

Oßwald dankte »für die lebhaften Schilderungen von einer wie mir scheint durchdachten und erfolgreichen Studienfahrt«. Und er lobte die Lehrkräfte Monika Hegen, Rainer Röming und Jens Zeiler für ihr Zutun zum Gelingen des Bildungsangebotes.

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