09. November 2018, 21:53 Uhr

Platz für Wohnungen und Arztpraxis

09. November 2018, 21:53 Uhr
Wo sich bisher die alten Tennisplätze in Alten-Buseck befinden, soll nun ein Wohngebiet samt Arztpraxis entstehen. (Archivfoto: siw)

Lange wurde an diesem Ort Sport getrieben, nun schafft die Kommune an gleicher Stelle die Voraussetzungen für neuen Wohnraum: Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, den Bebauungsplan »Jahnstraße« im Bereich der ehemaligen Tennisplätze in Alten-Buseck zu ändern. Durch die Anpassung entstehen dort sechs Bauplätze. Vorher muss die Kommune die Sportanlage noch abreißen lassen.

Das Areal zwischen Jahnstraße und Rudolf-Harbig-Straße, rund 0,6 Hektar groß, soll auch Platz für medizinische Einrichtungen bieten. Laut Bürgermeister Dirk Haas (SPD) hat ein ortsansässiger Allgemeinmediziner bereits Interesse an einem Bauplatz bekundet. Dass der geänderte Bebauungsplan auf dessen Bedürfnisse angepasst wird, sei eine Besonderheit, sagt Haas im Gespräch mit der GAZ: »Die Not macht in diesem Fall erfinderisch. Es ist wichtig, dass wir die ärztliche Versorgung vor Ort sicherstellen.« Zwar könne man »das Grundstück nicht billiger machen«, sei dem Arzt aber bei der Planung entgegengekommen. Der Gemeindevorstand habe frühzeitig das Gespräch gesucht.

Liste von Interessenten

Der neu abgesteckte baurechtliche Rahmen sieht vor, dass in einem Haus mit Arztpraxis weitere fünf Wohnungen entstehen können. Laut Haas sind für dieses Gebäude zwölf bis 14 Parkplätze angedacht. Weitere fünf Bauplätze sind für reine Wohnhäuser mit je zwei Wohnungen vorgesehen, deren Grundrisse entsprechend enger zugeschnitten sind. Der Bebauungsplan weist auch auf die Möglichkeit hin, mehrere Generationen unter einem Dach unterzubringen. Die Höhe der Gebäude ist mit zehn Metern begrenzt.

Eigentümer der Fläche ist die Gemeinde Buseck. Über einen Erbpachtvertrag waren die Tennisplätze bislang an den TC Buseck übertragen. Nachdem der Betrieb dort eingestellt worden sei, habe man den Vertrag zwischen Verein und Kommune vorzeitig aufgelöst, ein noch laufendes Darlehen habe die Stadt abgelöst. Nun steht die Vermarktung des neu geschaffenen Baulands an. Es gebe schon eine Liste mit Interessenten, sagt Haas, »das geht jetzt ganz schnell«.

Wieviel Geld Grundstückskäufer der Gemeinde zahlen müssen, sei noch nicht beschlossen, äußert sich Haas. Angestrebt werde ein Preis von rund 240 Euro je Quadratmeter Bauland. Bis auf die Hausanschlüsse sei das Baugebiet »Jahnstraße« bereits an das Leitungsnetz angeschlossen, sodass der Kommune dafür keine weiteren Kosten enstünden.

40 Prozent des Geländes können laut Planung bebaut, weitere 20 Prozent für Parkplätze und Verbindungswege genutzt werden. Der Rest der Fläche soll begrünt werden. Bedenken gegen die Neuordnung des Areals hatte es im Vorfeld kaum gegeben: Die eingegangenen Stellungnahmen von Behörden und Gremien enthielten, wie Haas bereits am Montag im Bauausschuss erläutert hatte, keine inhaltlich begründeten Einwände.

Der Ausschuss hatte den Entwurf einstimmig bei einer Enthaltung dem Parlament zur Annahme empfohlen. Diskussionsbedarf aus den Fraktionen hatte es am Montag zu diesem Tagesordnungspunkt nicht gegeben: »Der Bebauungsplan ist insgesamt sehr positiv zu bewerten«, kommentierte Immo Zillinger (Freie Wähler).

Mit der Planung war das Büro Holger Fischer in Linden beauftragt worden, die Vermarktung übernimmt die Kommune, wie auch schon bei anderen Baugebieten, in eigener Regie. »Es gab früher öfters den Einwand, dass die Gemeinde zu wenig selbst macht«, in dieser Hinsicht sei man inzwischen weiter, äußert sich der Bürgermeister.

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