29. August 2018, 22:22 Uhr

Pilgern auf dem Rennsteig

29. August 2018, 22:22 Uhr

15 Pilger starteten mit Dekan Norbert Heide nach Thüringen, um den Rennsteig im Wandel der Jahreszeiten auf dem historischen Kammweg durch den Thüringer Wald von Hörschel nach Blankenstein an der Saale in vier Mehrtagetouren im Laufe des Jahres zu erkunden.

Die Sommertour starteten die Pilger am Wanderparkplatz Dreiherrenstein, dem Ziel der Frühjahrstour. Bei sommerlichen Temperaturen führte der Weg auf Waldwegen nach Neustadt am Rennsteig. In der Michaeliskirche bot sich die Gelegenheit, in der ersten offiziellen Her(r)bergskirche des Thüringer Waldes zu übernachten. Die Schlafstätte in Neustadt am Rennsteig ist jedoch nichts für Ruhebedürftige: Die Turmuhr schlägt auch in der Nacht die Stunde.

Beeindruckendes Panorama

Dann kamen die Pilger an der Teufelsbuche vorbei. An dieser Stelle wurde einst Wegzoll verlangt. Einige Händler versuchten bei Nacht und Nebel ihre Waren am Zoll vorbei über die Grenze zu schmuggeln. Spukgeschichten und seltsame Begebenheiten gaben Anlass zu der Vermutung, dass der Teufel seine Hand im Spiel hatte. Dadurch entstand der Name Teufelsbuche.

Am Wegesrand waren schön gestaltete Grenz- und Gedenksteine zu sehen. Auf Hohlwegen, die durch jahrhundertelange Benutzung und Auswaschungen teilweise mehrere Meter tiefer als die Umgebung liegen, über Wurzeln und Steine bergauf, wurde das Etappenziel Masserberg erreicht.

Die zweite Etappe begann mit einem Aufstieg zur Rennsteigwarte auf dem Eselsberg. Die Turmplattform bietet den Blick auf ein beeindruckendes Panorama. Überall am Wegesrand findet man Schutzhütten. An der Eisfelder Ausspanne trafen sich einst sechs Handelswege, so auch der den Rennsteig kreuzende Verbindungsweg zwischen Werratal und Schwarzatal. Hier wurden die Vorspannpferde vor der Abfahrt ins Tal ausgespannt. Auf den mit dem weißen »R« gut ausgeschilderten idyllischen Waldwegen erreichte man den Dreistromstein. Hier liegt die Wasserscheide des Rheins, der Weser und der Elbe.

Weiter führte der Weg durch Limbach auf steinigen und tiefer liegenden Wegen durch den moosbewachsenen Wald zum Aussichtspunkt Weidmannsheilblick mit Panoramablick auf die Berge. Das Ziel der zweiten Etappe war in Neuhaus am Rennweg erreicht. Hier war Gelegenheit die größte Holzkirche Thüringens zu besichtigen.

Die letzte Etappe führte durch Fichtenwälder auf den Kamm des Thüringer Schiefergebirges. Die Kunst des Glasblasens ist seit Jahrhunderten in Lauscha beheimatet. Auf Wald- und Forstwegen stehen Informationstafeln, die ausführlich über die Geschichte des Rennsteigs informieren. Ziel der Etappe war das Naturpark-Informationszentrum »Kalte Küche«. So waren nach drei Tagen wieder 50 Kilometer auf dem Rennsteig zurückgelegt. (Foto: pm)

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