28. August 2018, 22:22 Uhr

Lumdatalbahn

Parlament befürwortet Fortgang der Planungen

28. August 2018, 22:22 Uhr

Nun gibt es die erste Grundsatzentscheidung eines Parlaments für die Wiederinbetriebnahme der Lumdatalbahn. Mehrheitlich, mit 16 Jastimmen, beschlossen die Stadtverordneten, dass sie den Fortgang der Planungen befürworten. Dieser grundsätzliche Beschluss bedeutet keine Verpflichtung, dem späteren Bauvorhaben tatsächlich zuzustimmen, sollte die Eigenbeteiligung den städtischen Haushalt finanziell überfordern.

Das Gutachten hatte rund elf Millionen Euro an Investitionskosten ermittelt. Vom Land Hessen ist bereits eine Förderung in Höhe von 85 Prozent dieser Summe zugesagt worden. Würde der Restbetrag auf die vier Lumdatalkommunen und den Landkreis gleichmäßig aufgeteilt, betrüge jeder Eigenanteil 330 000 Euro. Hinzu kämen noch unbekannte Kosten für die Zuwegung an den Bahnsteig, das Einrichten von Parkplätzen und Radabstellmöglichkeiten.

CDU hält Gutachten für unseriös

Außerdem ist noch unklar, ob die Anrainergemeinden die Bahnübergänge finanzieren und sich am Trassenunterhalt beteiligen müssten. Ob die gutachterlich ermittelte Investitionssumme auch der Wirklichkeit entspricht, könnte nur eine Detailplanung mitsamt Kostenberechnung zutage fördern. Hierfür wäre ein Ingenieurbüro mit den Leistungsphasen 1–4 zu beauftragen. Zuvor sollten die Grundsatzbeschlüsse der Kommunen und des Landkreises vorliegen. Die Allendorfer Entscheidung steht unter dem Vorbehalt, dass die Phasen 1–4 keine Kosten verursachen und mit Beginn der Bauausführung (Leistungsphasen 5–9) das Parlament neu zu beraten und beschließen habe. Ulrich Krieb (CDU) erläuterte, warum seine Fraktion auf Basis des Schlussgutachtens die Aufschiebung des Beschlusses anmahne. Das Gutachten sei unseriös, es unterschlage die finanzielle Beteiligung an der Ausführungsphase und spätere Betriebskosten. Außerdem müsse Allendorf einen Busbahnhof und die Gleisübergänge finanzieren. Karlheinz Erbach sagte, dass auch die SPD genaue Zahlen wissen wolle, aber dennoch Mut zur verkehrstechnischen Entwicklung aufbringe. Brunhilde Trenz (BfA/FDP) war ebenfalls auf die Kostenermittlung gespannt, wollte »dem strukturschwachen Gebiet eine Chance geben«. Günter Muhly (Grüne) nannte den Beschluss eine »Zukunftsentscheidung für mehr Mobilität«. Jede Fahrzeugart sei dabei wichtig, die Bahn biete als Vorteile etwa Schnelligkeit und Komfort.

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