28. Juni 2018, 22:13 Uhr

Gerätehaus Geilshausen

Ohne zeitnahe Entscheidung keine Fördermittel vom Land

28. Juni 2018, 22:13 Uhr

Es bleibt bis zum Freitag nächster Woche spannend, ob in Geilshausen ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet wird. Frühestens dann stimmt die Gemeindevertretung ab. Kürzlich hatte der Bauausschuss einstimmig den Standort Grünberger Straße/Steinesweg (gegenüber Tankstelle am Ortsausgang) empfohlen und damit seinen früheren Beschluss pro Festplatz gekippt. Diesem Neubeschluss hat jetzt der Finanzausschuss ebenfalls einstimmig den Vorzug gegeben.

Dem Parlament liegen zwei Anträge vor: Die CDU stellt den Neubau (rund eine Million Euro) aufgrund der angespannten Haushaltslage generell in Frage und möchte die Kosten für einen Um- und Anbau am jetzigen Standort (neben Sportheim) ermittelt haben. Die Grünen würden dem Neubau am empfohlenen Standort zwar zustimmen, möchten aber ebenfalls zunächst die Kosten für eine Ertüchtigung des alten Gerätehauses kennen.

HFA-Vorsitzender Ottmar Lich (FW) nannte ein weiteres Argument für den Standort gegenüber der Tanke. Als »Mischgebiet« sei hier die Belastungsfähigkeit höher (etwa fünf Dezibel mehr für Lärmemission erlaubt) als am Standort Festplatz (»reines Wohngebiet«).

KBI: »Schutzbereiche« schaffen

Kreisbrandinspektor (KBI) Mario Binsch hatte zuvor dem Bauausschuss erläutert, der Neubau sollte am für die Einsatztaktik sinnvollsten Standort sein. Mittlerweile ist man sich einig: gegenüber der Tankstelle.

Ob jedoch neu oder umgebaut wird, muss das Gemeindeparlament noch beschließen. Und zwar bis zum 1. August, will man noch auf die Prioritätenliste des Kreises und somit an Fördermittel des Landes kommen. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan – aktuell im Vergabeverfahren – fehlt, kann aber laut Binsch nachgereicht werden.

Der KBI bezeichnete die Standorte Londorf, Rüddingshausen und Geilshausen als die »drei Säulen Rabenaus« und mahnte die Schaffung von »Schutzbereichen« wie in Lollar an. Diese könnten in der Feuerwehrsatzung festgelegt werden. Mittlerweile nämlich seien Kesselbach und Odenhausen zwei Jahre schon ohne Wehrführung. Würden Schutzbereiche ausgewiesen, bräuchte nicht jeder Standort eine Führung. Kesselbachs Wehr wird aktuell von Londorf geführt, Odenhausen von Rüddingshausen. Dies mit Sondergenehmigung des KBI.

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