14. Februar 2018, 21:30 Uhr

Nur schnelles Spiel oder schlechter Platz?

14. Februar 2018, 21:30 Uhr

Der Kunstrasenplatz in Garbenteich ist in die Jahre gekommen. Auch das Exemplar in Watzenborn-Steinberg hat seine besten Jahre hinter sich. Die SPD würde den Garbenteicher Platz daher gerne 2019 erneuern lassen, den zweiten Platz zeitnah. Während CDU und Freie Wähler diesen Antrag bei den Haushaltsberatungen noch unterstützten, stehen sie einem so strikten Zeitplan nun ablehnend gegenüber. Stattdessen brachten sie einen Gegenentwurf vor.

Bürgermeister Udo Schöffmann berichtete in der Haupt- und Finanzausschusssitzung erneut darüber, dass ein Fachmann erst Ende Januar beide Sportplätze begangen und untersucht habe. Dabei seien keine Schäden festgestellt worden, welche den Spielbetrieb in Gefahr bringen würden. Er warb dafür, dem Experten zu vertrauen. In Richtung der SPD sagte er: »Sie stellen das hier so dar, als müsste der Platz nächste Woche gesperrt werden. Dabei ist nur das Ballrollverhalten anders.«

Peter Alexander (SPD) berichtete von Gesprächen mit Fußballern und Verantwortlichen beim SV Garbenteich, die den Zustand bemängelt hatten. Da bei einer Sanierung durch den Verein mehr Fördergelder fließen würden, solle man rechtzeitig mit dem SV Kontakt aufnehmen. Die Lücke zwischen Förderung und tatsächlichen Kosten würde bei solch einem Modell die Stadt Pohlheim übernehmen.

Die CDU und Freie Wähler griffen den Antrag auf und gestalteten ihn um: Demnach sollte man wie von der SPD vorgeschlagen verfahren, jedoch die Plätze weiterhin von einem Experten prüfen lassen und den optimalen Sanierungszeitpunkt abwarten, um erst dann tätig zu werden. Die SPD stimmte dem nicht zu. Mit der Mehrheit von Freien Wählern und CDU wurde dieser Antrag jedoch empfohlen, während der Urvorschlag der SPD mit einer Sanierung 2019 abgelehnt wurde. Die Grüne lehnten beide Anträge ab, da sie durch den Kunstrasen eine Belastung der Weltmeere durch eingeschwemmtes Mikroplastik befürchten.

Auch der Antrag der SPD, das Beratungsangebot für Nicht-Schutzschirm-Kommunen beim Land Hessen zu nutzen, fand keine Mehrheit – er wurde bei Stimmgleichheit abgelehnt. Das Angebot wurde von der schwarz-grünen Landesregierung geschaffen. Die CDU konnte sich damit aktuell aber nicht anfreunden. Schöffmann erklärte, dass das Angebot zwar kostenfrei sei, die Vorbereitung die Kommune aber Zeit koste. Zudem erwarte er kaum neue Erkenntnisse, außer dass empfohlen werde, die Gebühren anzuheben. Zudem sei die Finanzabteilung der Kommune bereits mit dem Aufstellen der Haushaltsabschlüsse derzeit ausgelastet.

Alexander stimmte zu, dass die Erstellung der Bilanzen zunächst wichtiger sei. In der Nachbarkommune Langgöns habe man aber aus der Analyse gute Erkenntnisse gewonnen, die Pohlheim dann nicht erhalten könne. (pad/Foto: pad)

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