08. August 2018, 22:07 Uhr

Nein zu einem Kreisel

08. August 2018, 22:07 Uhr
Der Kirschgarten soll nach dem Willen des städtischen Bauausschusses in Richtung Justus-Kilian-Straße (Bildvordergrund) zur Einbahnstraße werden. Der Bau eines Kreisverkehrs an der Gießener Straße wird einstimmig abgelehnt, da die Einmündungen von Kirschgarten und Holzmühlerweg (Hintergrund links) versetzt liegen. Das von der Stadt für den beabsichtigten Kreiselbau bereits angekaufte Grundstück Gießener Straße 53 (links) wird zurzeit als provisorischer Parkplatz genutzt. Eine Folgenutzung ist jedoch beabsichtigt. (Foto: vh)

Der Bauausschuss der Stadt Lollar hat einstimmig den Ausbau des Knotenpunktes an der Ortsdurchfahrt (Gießener Straße/Kirschgarten) als Kreisverkehr mit nur drei Armen abgelehnt. Die versetzt liegende vierte Zufahrt (Holzmühlerweg) hätte aus bautechnischen Gründen keinen direkten Anschluss erhalten. Behelfslösungen, den Holzmühlerweg dennoch anzubinden, hatte der Ausschuss vor der Sommerpause ausgiebig erörtert, aber nicht als praktikabel erachtet.

Vorsitzender Hartmut Bierau (SPD) sagte, nun könne es sein, dass das Straßenbauamt eine Ampelanlage aufstellt, da die Gießener Straße eine Landesstraße ist. Darüber wäre man nicht glücklich, müsste aber damit leben. Der Ausschuss begrüßte derweil einen Änderungsantrag der Grünen.

Demnach soll der Kirschgarten zur Einbahnstraße werden und zwar ab der Gießener Straße in Richtung Justus-Kilian-Straße. Dies würde den Knotenpunkt entlasten. Der Ausschuss folgte dieser Empfehlung geschlossen.

Bierau wird Stadtrat

Die Grünen wollen zudem wissen, wie die Stadt das zwecks Kreiselbau erworbene Grundstück (Gießener Straße 53) anderweitig nutzen könne. Zurzeit ist dort ein provisorischer Parkplatz eingerichtet. Die grüne Stadtverordnete Schubert meinte, ein Aufenthaltsbereich mit Grünfläche wäre denkbar. Cornelia Maykemper (FDP) warf ein, die Stadt könne die Fläche zur Bebauung wieder verkaufen. Norman Speier (SPD) gab zu bedenken, der Grundstücksankauf sei damals durch das Förderprogramm »Soziale Stadt« mitfinanziert worden. Möglicherweise schließe das eine Vermarktung aus. Jetzt soll erst einmal die Zweckbindung des Grundstücks geklärt werden und der Magistrat der Stadt soll ein Nutzungskonzept für die Fläche vorlegen.

Die Bushaltestellen an der Gießener Straße sollen barrierefrei ausgebaut werden, die Haltestelle in Richtung Holzmühlerweg zur Tankstelle hin verschoben werden. Der Magistrat soll klären, ob das machbar ist und was es kosten würde.

Hartmut Bierau informierte, dies sei die letzte Ausschusssitzung unter seinem Vorsitz – er wechselt als Stadtrat in den Magistrat.

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