11. Februar 2019, 22:11 Uhr

Naturalistisches trifft auf Abstraktes

11. Februar 2019, 22:11 Uhr
Ottfried Brock (vorn, hier neben einem Selbstbildnis) malt seit 20 Jahren. Zum zweiten Mal sind seine Bilder nun im Busecker Schloss zu sehen. Bürgermeister Dirk Haas (Mitte) eröffnete diese Schau nun inmitten zahlreicher Gäste. (Foto: siw)

Buseck (siw). Was ist Kunst? Eine einfache Frage, auf die es eine schlichte Antwort gibt: Alles, was dem Betrachter gefällt. Zur Eröffnung der Bilderausstellung von Ottfried Brock waren dieser Tage weit über 40 Gäste in das Schloss gekommen. »Bei einer Vernissage hatte ich noch nie in den letzten drei Jahren so ein volles Haus«, sagte Bürgermeister Dirk Haas. Und weiter: »Die Motive und die Art, wie der Künstler malt, scheinen den Menschen zu gefallen.«

Maltechnik stetig weiterentwickelt

Naturalistische Motive hat der 49-Jährige meist als Aquarelle auf Papier, Abstraktes hingegen in Mischtechniken mit Acryl auf Leinwand gebracht. Vor allem über diese großflächigen Werke kamen die sichtlich beeindruckten Besucher miteinander ins Gespräch. Zwischen all den farbenfrohen Bildern fiel ein mit Bleistift gemaltes Selbstbildnis des Künstlers aus dem Rahmen.

Brock, der nach einer MS-Erkrankung über Reha-Angebote vor 20 Jahren zur Hobbymalerei fand, hat schon über 20 Ausstellungen (einzeln oder in der Gruppe mit der »Bunten Palette«) bestritten. Seine Bilder waren bereits 2003 in der Verwaltung in Großen-Buseck zu sehen. Auffallend ist nun die Wandlung des künstlerischen Gestaltungsprozesses hin zur Abstraktion. Schritt für Schritt hat Brock seine Maltechniken verbessert. Heute möchte er seine Anfängerwerke weder ausstellen noch verkaufen. Ja, er hat sogar schon einige übermalt. Wie häufig er zu Pinsel und Farbe greift, ist von seinem Gesundheitszustand abhängig. Renate Renger hatte den gebürtigen Oppenröder, der inzwischen in Reiskirchen wohnt, über den an potenzielle Aussteller gerichteten Aufruf des Bürgermeisters in den »Busecker Nachrichten« informiert. Innerhalb weniger Stunden war die Ausstellung beschlossen. Nachdem am Freitag von einigen Mitgliedern des ehemaligen Vereins »Bunte Palette« (Lich) Interesse an einer Ausstellung signalisiert wurde, braucht Haas wohl zunächst keine leeren Treppenhauswände zu befürchten.

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