29. August 2018, 22:22 Uhr

Mix aus Workshops und Konfi-Stunde

29. August 2018, 22:22 Uhr
Konfirmanden aus Stadt und Kreis Gießen erleben ein viertägiges Konfi-Camp im Freizeitdorf in Mücke. (Foto: Hartmann/pm)

Einen Mix aus Erlebnisfreizeit, Workshops, Event, Konfirmandenstunde und Gottesdienst erlebten 250 Konfirmanden aus 19 Gemeinden im Evangelischen Dekanat Gießen. Sie waren mit 100 jugendlichen Teamern, Gemeindepädagogen sowie Pfarrern im Freizeitdorf Flensunger Hof in Mücke. Stadtjugendpfarrer Alexander Klein und Jugendreferentin Nicole Heise hatten mit dem Team seit Monaten einen viertägigen Program-Mix aus Konfirmandenstunde und Erlebnisfreizeit vorbereitet.

Rund 100 Betreuer

Unter dem Motto »Du bist wer! Wer bist du?« konnten die 13- bis 14-Jährigen aus dem Gießener Land bei sportlichen und kreativen Workshops neue Seiten an sich kennenlernen. »Wir wollen die Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Identität zu finden«, sagte Nicole Heise. In Gruppengesprächen ging es um das Heranwachsen, Selbstsicherheit und Unsicherheit von Jugendlichen sowie Glaubensfragen. »Die Konfirmanden erleben und hören hier, dass jeder Einzelne von ihnen ein wertvoller, von Gott gewollter Mensch ist, mit allen Stärken und Schwächen«, ergänzt Pfarrer Klein.

Beim Konfi-Camp galt, jeder und jede unabhängig von Bildungsgrad und Geschlecht sollte etwas Passendes für sich finden. Ob nun beim Football, Survival-Training im Wald, beim Bumerang-Bau, Gipsmasken anfertigen oder Fotografieren. Orientierung bot den Konfis ein festes Tagesschema. Beim morgendlichen »Start-Up«, einer Andacht mit Band, Theaterspiel und Ansprache, kamen die müden Geister in Schwung. Nach der Konfirmandenstunde am Vormittag, Freizeit, Angeboten im Sportpark und den Workshops am Nachmittag mündete der Tag in der Abendandacht »Schicht im Schacht« und anschließendem Bühnenprogramm, Party oder Spielen. Geschlafen wurde vor allem in großen Zelten und Bungalows.

Eine so große Konfirmandenfreizeit wäre nicht ohne die rund 100 jugendlichen Teamer, viele erst selbst im letzten oder vorletzten Jahr konfirmiert, zu stemmen, erklärte Stadtjugendpfarrer Klein. »Das ist kirchliche Jugendarbeit.« Wöchentliche Treffs in Gemeinden gebe es nur noch selten, weil Jugendliche schulisch und bei vielen Angeboten immer verplant seien. Aber bei solchen Aktionen sind sie vier Tage rund um die Uhr begeistert im Einsatz und wollen Verantwortung übernehmen.

Das Konfi-Camp fand zum zweiten Mal statt. »Das Angebot wird von den Kirchengemeinden genutzt und mitgestaltet, weil sich die Jugendlichen zu Beginn ihres Konfirmandenjahres intensiv kennenlernen können und gleichzeitig spüren, dass es über ihre Gemeinde hinaus eine große Zahl von Jugendlichen gibt, die sich in der Kirche wohlfühlen«, so Klein.

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