30. August 2018, 22:16 Uhr

Mit dem Floß auf der wilden Rodach

30. August 2018, 22:16 Uhr
Die Dünsbergfreunde sind fünf Tage lang im Frankenwald unterwegs. (Foto: bf)

Mit einer Stadtführung in Kronach begann die kulinarisch-geschichtliche Entdeckungsreise für 42 Teilnehmer des Dünsbergvereins bei einer Mehrtagetour in den Frankenwald.

In der Führung »Bratwöscht und Bier« lag das Augenmerk unter anderem auf dem liebsten Hobby der Kronacher, dem »Schmäußen«. Zudem erfuhren die Teilnehmer einiges über die Historie der Stadt und dessen berühmten Sohn Lucas Kranach. Danach fuhr man nach Wallenfels in ein Hotel.

An zwei Tagen waren dann Wanderungen angesagt. Zunächst war die Gruppe auf der »Wasserschlossrunde Mitwitz« unterwegs. Diese Wanderung verlief auf einsamen Pfaden im Wald. Die Tour endete am im Wasser stehenden Renaissanceschloss. Die nächste Wanderung führte auf dem »Bierrodelweg« von Kronach nach Weißenbrunn. Der Lucas-Cranach-Turm bot eine tolle Fernsicht auf die Umgebung. Weiter ging es nach Weißenbrunn mit seinem Brauereimuseum. Entlang der Rodach wanderte die Gruppe zurück nach Kronach.

Nass bis zur Gürtellinie

Außerdem fuhr die Gruppe nach Unterrodach in das Flößermuseum, das die herausragende Bedeutung zeigt, die das Gewerbe der Flößerei einst für den Frankenwald hatte. Seit dem Mittelalter versorgten die Flößer das Main- und Rheingebiet mit Holz, und die Flößerei war die wichtigste Einnahmequelle. Sie veränderte nicht nur die Landschaft, sondern prägte auch die Dörfer und ihre soziale Struktur. Dann ging es nach Schnappenhammer. Dort wurden auf 25 Flößen 500 erwartungsfrohe Besucher auf die Reise geschickt. Nach dem Öffnen des Schnappenhammer-Wehres wurden die jeweils 16 Meter langen Holzverbände auf die turbulente und fast sechs Kilometer lange Reise geschickt. In wilder Fahrt ging es über Stromschnellen und Staustufen durch eine romantische Tallandschaft. Auch die nassen Begleiterscheinungen hatten es in sich, denn das sich tief ins Wasser bohrende Floß bot keine Alternative, viele wurden bis zur Gürtellinie nass. Nach überstandenem Abenteuer freuten sich die Teilnehmer über das Flößerdiplom.

Auf dem sogenannten Flößerabend im Roseneck feierten die Dünsbergfreunde mit Musik und Tanz bis spät in die Nacht hinein.

Am letzten Tag der Mehrtagetour wurde die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen besucht – eine »Symphonie aus Licht und Farbe«. Sie gilt als der künstlerisch gelungenste Sakralbau des deutschen Barock. Balthasar Neumann, einer der größten Baumeister Europas, gelangte dort zu seiner reifsten Leistung.

Seit es die Wallfahrtskirche gibt, wird in Vierzehnheiligen auch gebraut. Die Dünsbergfreunde waren zum Abschluss im Bräustüberl der alten Klosterbrauerei beim »Nothelfertrunk« gut aufgehoben. Vorstandsmitglied Rüdiger Brückner, dankte den beiden Wanderführern Cenneth und Ulrike Löhr für die fünf Tage im Frankenwald.

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