14. November 2018, 21:11 Uhr

Mehr Solarstrom für die Kläranlage?

14. November 2018, 21:11 Uhr
Um die Betriebskosten weiter zu senken, soll in Allendorf die Aufstellung weiterer Solarzellen an der Kläranlage geprüft werden. (Foto: est)

Das Abwasser ihrer Bürger zu reinigen, ist für die Kommune eine wichtige Aufgabe – und kostet Geld. Rund 30 000 Euro fallen jährlich allein für Stromkosten an, informiert Bauamtsleiter Andreas Becker. Die konkreten Kosten könnten aber von Monat zu Monat variieren – je nachdem, wie viel Schmutzwasser aus den Haushalten jeweils anfällt.

Wie lässt sich beim Betrieb der Kläranlage Geld einsparen? Einerseits ist die Allendorfer Kommunalpolitik daran interessiert, die Zusammenarbeit mit dem Klärwerk in der Nachbarkommune Rabenau zu verstärken, andererseits will man nun bei den Stromkosten ansetzen: Im Bauausschuss wurde am Dienstagabend ein Antrag der CDU-Fraktion beraten. Demnach soll das Parlament den Magistrat beauftragen, den Betrieb einer weiteren Fotovoltaikanlage im Bereich der Kläranlage zu prüfen. In der Begründung des Antrags heißt es: »Die am Standort Kläranlage installierten zwei Fotovoltaikeinheiten tragen in erheblichem Maße zur Energieeinsparung beim Betrieb der Kläranlage bei.« Tatsächlich konnten die Stromkosten offenbar wesentlich gesenkt werden, seit dort vor gut fünf Jahren zwei Solarzellenmodule ans Netz gegangen waren.

Bis dahin hatte der Stromverbrauch der Kläranlage die Kommune jährlich rund 40 000 Euro gekostet. Doch die Solarstromnutzung reicht eben noch nicht aus, und mit mehr Fotovoltaik am Standort könnten die Stromkosten, so die Hoffnung, weiter gesenkt werden. »Die zunächst entstehenden Investitionskosten werden sich relativ schnell amortisieren«, formuliert die CDU-Fraktion in ihrem Antrag.

Bauamt sieht Potenzial

Aus Sicht des städtischen Bauamts wäre die Produktion von mehr Eigenstrom an der Kläranlage ein sinnvoller Schritt: »Ich sehe ja monatlich den Stromverbrauch an der Kläranlage – das ist eine Nummer, Leute«, sagte Amtsleiter Becker in der Sitzung am Dienstag. Zwar lohne sich der Verkauf von Solarstrom »immer weniger«, zur Senkung der Betriebskosten sei die Installation weiterer Fotovoltaikmodule aber ein gangbarer Weg. Allerdings müsse auch geprüft werden, welche steuerlichen Auswirkungen dies auf Dauer hätte.

Noch sind bei diesem Thema auch weitere Fragen offen: Wie effizient ist die schon vorhandene Anlage? Welche Ausmaße müsste eine Erweiterung haben, um den Eigenbedarf der Kläranlage komplett zu decken? Bis wann würden sich diese Investition rechnen? Diese Fragen sollen im kommenden Jahr beantwortet werden. Am Ende waren sich die Fraktionen einig: Sie empfehlen dem Parlament, für 2019 die Planung weiterer Solarenergiemodule zu beauftragen. Je nachdem, was dabei herauskommen wird, könnte die Umsetzung dann im Jahr 2020 erfolgen. Am kommenden Montag wird das Thema noch einmal in der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung stehen.

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