20. August 2018, 22:07 Uhr

Märsche aus der ganzen Welt

20. August 2018, 22:07 Uhr
Märsche aus der ganzen Welt spielt das Blasorchester Reiskirchen unter seinem Dirigenten Christoph Assmann im Alten Pfarrhof. Weil der Innenhof sonnendurchflutet ist, nehmen die Zuhörer im schattigen Hintergrund Platz. (Foto: vh)

Märsche aus der ganzen Welt spielte das Blasorchester Reiskirchen unter seinem Dirigenten Christoph Assmann im Rahmen des musikalischen Sommers am Musikzentrum Alter Pfarrhof. Das »beste Orchester in der Oberstufe« gab bei strahlendem Sonnenschein volle Leistung. Weil der Innenhof sonnendurchflutet war, hatten die Zuhörer im schattigen Hintergrund Platz genommen, sodass zwischen Orchester und Publikum eine Lücke klaffte.

Wie auch immer, der Tag war lang, sommerlich warm und viele Wespen unterwegs. Bereits um elf Uhr mittags begann das Programm. Zuerst stellten sich alle Bläsergruppen des Musikvereins mit kurzen Stücken vor: Blasorchester, Kindermusikschule, Jugendblasorchester und Spielmannszug. Interessierte konnten die verschiedenen Instrumente selber ausprobieren, neue Anfängerkurse für alle Altersklassen beginnen jetzt. Der Schnuppertag soll schon einige Neuanmeldungen bewirkt haben.

Wuchtiger Konzertmarsch

Nachmittags nahm Dirigent Christoph Assmann den Taktstock in die Hand und sorgte zusammen mit dem großen Blasorchester zwei Stunden lang für hervorragende Unterhaltung. Wie nebenbei gelang ihm die Kurve, noch einmal auf den jüngsten Erfolg des Orchesters hinzuweisen. Der Revuemarsch »Rechts schaut« aus Tirol hatte mit Sepp Tanzer denselben Komponisten wie das Pflichtstück »Tirol 1809« des Wertungsspiels beim Landesmusikfest des Hessischen Musikverbandes am 9. Juni in Bad Schwalbach. An diesem Tag war Reiskirchen in der Oberstufe nicht zu toppen (die GAZ berichtete).

Der wuchtige Konzertmarsch »Mit vollen Segeln« von Klaus Strobl zeigte die ungebrochene Energie der Musiker. Viel Schmiss gab auch der Konzertmarsch »Euphoria« von Martin Scharnagl (Österreich) her. Polnische Militärmusik wurde abgemildert durch lyrische Einschübe. Komponist Edward Maj schrieb das Stück »P.O.S.«. Das Motto des United States Marine Corps lautet »Semper fidelis« (Immer treu). Sein Schöpfer, John Philip Sousa, wurde zu Lebzeiten der »amerikanische Marschkönig« genannt.

Es gibt auch in Russland Militärmusik. Der Marsch »Abschied der Slawin«, 1912 von Wassili Agapkin komponiert, ist populär. Als Zugabe zur Zugabe »Alte Kameraden« wusste Assmann eine Anekdote. Als 1889 der Militärmusiker Carl Teike dieses Werk seinem Chef vorstellte, habe ihm jener gesagt: Märsche haben wir genug. Den kannst du in den Ofen schmeißen. Glücklicherweise verweigerte das Teike. Die Zugabe »Deutschmeister Regimentsmarsch« war auch ein Knüller.

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