05. Oktober 2018, 21:30 Uhr

MSC schafft Schulungszentrum

05. Oktober 2018, 21:30 Uhr

Hungen (bf). Mit dem Bau eines eigenen Vereinsheims erfüllt sich der 370 Mitglieder zählende Motorsport-Club (MSC) Horlofftal einen Traum. Über zehn Jahre wurde zuerst nach passenden Räumlichkeiten, dann nach einem Grundstück gesucht, anschließend geplant und gebaut. Jetzt ist das »Motorsportschulungszentrum und Vereinsheim« des MSC Horlofftal fertig. Am Samstag wird das imposante Gebäude mit dem markanten Design eingeweiht.

Wenn die Horlofftaler Motorsportler etwas anpacken, dann wollen sie es richtig machen. Der 1971 im damals noch selbstständigen Hungener Stadtteil Villingen gegründete Verein hat in den vergangenen (fast) fünf Jahrzehnten schon oft Zeichen gesetzt. In den Gründungsjahren waren es besonders anspruchsvolle Nachtorientierungsfahrten, dann war es die maßgebliche Mitarbeit bei der legendären »Hessen-Rallye«. Sehr früh förderte der MSC die Jugendarbeit mit Tretcar- und Motorkartslaloms. Mit der Durchführung seiner ersten Oldtimerausfahrt anlässlich der Hungener Europawoche war der Club Trendsetter. Vor exakt zehn Jahren hatte dann das Traktortreffen Villingen seine erfolgreiche Premiere.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Bei der Vielzahl der Aktivitäten entwickelte sich der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim. Zusammen mit dem früheren Hungener Bürgermeister Klaus Peter Weber, dem für Grundstücksangelegenheiten zuständigen Uwe Sames sowie Thomas Weichmann vom Bauamt fuhren die Horlofftaler 2009 zu Hessen Mobil nach Schotten und verhandelten über den Kauf eines Grundstücks »Auf der Landwehr«. Durch den Bau der Umgehungsstraße war an der B 457 eine Landzunge entstanden, die der Delegation als geeignet für den MSC erschien.

Der ADAC Hessen-Thüringen wollte das Heim als Sportstätte deklarieren und mit Fördergeldern finanzieren. Jetzt gab es kein zurück mehr, obwohl der ADAC seine Zusagen revidierte und relativierte. Die Gremien der Stadt standen dem Vorhaben offen gegenüber, die Stadtverordnetenversammlung segnete das Vorhaben ab.

Es sollten aber auch Rückschläge folgen: Der MSC Horlofftal ließ auf eigene Kosten einen Bebauungsplan aufstellen, den es für den Zipfel bisher noch nicht gab. Bodenproben und Tiefenbohrungen mussten von der Stadt und vom MSC in Auftrag gegeben werden, da die Gegend ein früheres Grubengebiet war. Die Erschließung mit Wasser, Kanal und Strom kam ebenfalls sehr kostenintensiv hinzu. 2014 lag die Baugenehmigung vor, mit den Baumaßnahmen durfte aber noch nicht begonnen werden, bevor die Förderzusagen schriftlich auf dem Tisch lagen. Im Frühjahr 2015 starteten schließlich die Arbeiten.

Fundamente wie Bodenplatte waren in Zusammenarbeit mit heimischen Firmen zügig fertig, doch die Aufstellung der Stahlskeletthalle verzögerte sich bis zum Spätherbst. So konnte mit dem Innenausbau erst im nächsten Frühjahr begonnen werden. Viele Mitglieder engagierten sich, wenn sich auch hier zeigte, was schon andere Vereine bei ähnlichen Projekten erfahren mussten: Die Arbeit im Verein lastet auf Wenigen. Beim Bau des Vereinsheims gelang es dem MSC Horlofftal, die Mitglieder immer wieder aufs Neue zu motivieren. Beim Bau des Vereinsheims wurden allein 7000 Stunden von Mitgliedern erbracht. »Ohne diese beispiellose Leistung hätte auch ein liquider und lebendiger Verein wie der MSC dieses Projekt mit einem Volumen von fast einer halben Million Euro nicht stemmen können«, berichtet der Vorsitzende Manfred Möll. Mit den seit über zehn Jahren gebildeten Rücklagen sowie Zuschüssen des Landes aus dem Programm »Sportland Hessen«, des ADAC und des Landessportbundes stand die Finanzierung auf sicheren Beinen.

Der Verein sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt, erläutert Möll. Das Vereinsheim bietet den Mitgliedern eine feste Anlaufstelle für viele Aktivitäten, verfügt das Gebäude doch über Räume für äußerst interessante Nutzungsmöglichkeiten. Ein Werkstattbetrieb oder eine »Schraubergarage« ist zwar keinesfalls vorgesehen, dafür können in der 100 Quadratmeter großen Seminarhalle Autos platziert werden, was in Bürgerhäusern oder Sporthallen aufgrund der Böden in der Regel nicht möglich ist. Ein Büro, ein kleiner Lagerraum sowie Toiletten befinden sich im Innenbereich, der Dachboden bietet viel Stauraum für Organisationsmittel. Der zusätzliche Clubraum eignet sich für Treffen mit Gruppen bis zu 30 Personen.

In der 180 Quadratmeter großen Garagenhalle werden Stellplätze für Motorsportfahrzeuge oder Oldtimer vermietet. Geplant sind schon jetzt zahlreiche Treffen und Seminare mit unterschiedlichen Motorsportgruppen, bis hin zu Informationsveranstaltungen für Senioren.

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