20. Januar 2019, 17:55 Uhr

Sanierungsfall

Lose Ziegel: Das Gemeindehaus Großen-Linden muss saniert werden

Das ehemalige Rathaus Großen-Lindens dient der evangelischen Gemeinde als Gemeindehaus. Doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen...
20. Januar 2019, 17:55 Uhr
Das ehemalige Großen-Lindener Rathaus wird von der evangelischen Kirchengemeinde als Gemeindehaus genutzt. Es muss dringend saniert werden. (Foto: con)

Aufmerksamen Beobachtern sind sicherlich bereits die Gerüste am evangelischen Gemeindehaus in Großen-Linden aufgefallen. Tatsächlich steht hier eine Sanierung an – mit dieser haben die Gerüste aber noch nicht direkt etwas zu tun.

Seit 32 Jahren wird das ehemalige Rathaus der Stadt Großen-Linden nun bereits von der evangelischen Kirchengemeinde Großen-Linden als Gemeindehaus genutzt. Jetzt muss das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert dringend saniert werden – noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen, wie Pfarrer Axel Zeiler-Held am Freitagmorgen auf Nachfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung erklärte.

 

Fassade braucht Auffrischung

 

Insbesondere das Dach macht der Kirchengemeinde sorgen. »Einige Ziegel sind lose und das Dach muss dringend saniert werden«, erklärt der Pfarrer. Deshalb befinden sich derzeit auch die Gerüste am Gebäude: Diese stehen zur Sicherheit da, um eventuell herabstürzende Ziegel abzufangen. Doch neben dem Dach gibt es noch mehr Problemstellen: »Auch die Fachwerkfassade muss erneuert werden«, sagt Zeiler-Held. Daneben steht auch die Frage im Raum, wie der Brandschutz für das Gemeindehaus optimiert werden kann. Derzeit besteht nur ein Rettungsweg aus dem Obergeschoss des Gebäudes durch das Treppenhaus. Deshalb soll noch ermittelt werden, ob es möglich ist, einen weiteren Rettungsweg außerhalb des Gebäudes zu installieren. Daneben sollen auch die Wege und die Entwässerungsrohre auf dem Kirchengelände saniert werden.

Wie hoch die Kosten für die Arbeiten sind und wann begonnen werden kann, steht noch nicht fest. »Wir müssen erst noch mit der Landeskirche die Zuschüsse abklären – die Kirchengemeinde alleine kann das nicht stemmen«, erklärt Zeiler-Held weiter. Daneben gibt es auch Überlegungen, verschiedene Spendenaktionen zu organisieren. »Aber wir sind noch bei allem in der Planungsphase.« Noch im Laufe dieses Jahres soll aber mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden – dieser kann auch finanziert werden. Als Partner bei den Planungen und den Maßnahmen steht das Architekturbüro Seidel-Muskau aus Wettenberg der evangelischen Kirchengemeinde zur seite.

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