10. August 2018, 21:58 Uhr

Lollarer Bahnhof soll moderner werden

10. August 2018, 21:58 Uhr
Ein überaus symbolischer Spatenstich: Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (4. v. l.),Vertreter von Bahn und RMV sowie Landes- und Kommunalpolitiker am Lollarer Bahnhof. (Foto: jwr)

Seit vielen Jahren gibt der Lollarer Bahnhof, vor allem die Unterführung, ein eher tristes Bild ab. Doch das soll sich nun ändern: In zwei Schritten wird dort in den kommenden Jahren gebaut. Zunächst wird die Unterführung für Fahrgäste modernisiert – auf Wunsch der Kommune soll dabei das Lollarer Wappen auf den Fliesen am Boden abgebildet werden. Diese Maßnahme für rund vier Millionen Euro trägt laut Landesverkehrsminister Tarek Al-Wazir komplett die Deutsche Bahn AG (DB) als Eigentümer. Außerdem wird das zurzeit brachliegende Gleis 11 erneuert. In einem zweiten Schritt soll 2021 dann die Lollarer Bahnstation barrierefrei gestaltet werden. An den Kosten sind auch das Land sowie die Stadt Lollar beteiligt. Die denkmalgeschützte Bahnhofshalle ist von den Arbeiten nicht betroffen, sie ist schon länger in Privatbesitz.

Bei einem Ortstermin am Freitagnachmittag gaben Vertreter von DB, Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Stadt Lollar und der Landespolitik den symbolischen Startschuss für die Erneuerung, die nun beginnt. Grünen-Politiker Al-Wazir erläuterte im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen, warum die Arbeiten an dem Bahnhof, der erstmals 1850 angefahren wurde, ausgerechnet jetzt beginnen. Mit der bevorstehenden Landtagswahl habe das nichts zu tun. Obwohl der Finanzierungsvertrag noch nicht unter Dach und Fach ist, sei der Zeitpunkt günstig: Einerseits liege die Ausnahmegenehmigung, um den Gleisausbau auf einer Höhe von 55 Zentimetern umzusetzen, seit Kurzem vor. Da es sich um eine Hauptstrecke handle, hätte die Höhe üblicherweise 76 Zentimeter betragen. Zudem bedürfe es für die Genehmigung einer Unterbrechung des Zugverkehrs eines zweijährigen Vorlaufs. »Wenn wir jetzt die Chance nicht ergriffen hätten, dann hätte es wieder dauern können«, sagte Al-Wazir. Über den Zeitpunkt habe letztlich die DB als Bauherr entschieden. Die zunächst anstehende Erneuerung der Unterführung wird im Wesentlichen im laufenden Bahnbetrieb stattfinden. Allerdings wird am Wochenende vom 5. bis 7. Oktober für die Dauer von 55 Stunden kein Zug durch Lollar fahren. Während dieser Sperrpause werden »Hilfsbrücken« installiert. Über diese werden dann die Züge fahren, während darunter gearbeitet wird.

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