09. August 2018, 18:00 Uhr

Stadtfest Linden

Lindener Stadtfest-Organisatoren: »Wir wollen weg vom Parkplatzcharakter«

An diesem Wochenende feiern Tausende Lindener wieder ihr Stadtfest auf dem großen Parkplatz im Zentrum. Die neuen Organisatoren setzen auf Bewährtes, doch sie haben auch an einigen Schrauben gedreht.
09. August 2018, 18:00 Uhr
Tische und Stühle im neuen Weingarten stehen bereits. Das Lindener Stadtfest wird am Freitagabend eröffnet. (Foto: dcg)

Hochwertiger soll es werden. Grüner. Und gemütlicher. An diesem Wochenende feiern Tausende Lindener wieder ihr Stadtfest auf dem großen Parkplatz im Zentrum. Die neuen Organisatoren Philipp Arnold und Sascha Homfeld setzen auf Bewährtes wie Auftritte der Lokalmatadoren der Tom-Pfeiffer-Band und Superphonix am Freitag- und am Samstagabend. Doch sie haben auch an einigen Schrauben gedreht. Langfristig haben sie vor allem ein Ziel: »Wir wollen weg vom Parkplatzcharakter.«

Es solle »ein Fest von uns Lindenern für alle Lindener« werden, erklären Homfeld und Arnold. Sie haben für das Stadtfest einige Neuerungen vor: Erstmals gibt es am Sonntag nach dem alljährlichen, um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst einen Frühschoppen mit Blasmusik der original »Böhmischen 7«. Die Macher wollen außerdem besonderen Wert auf das Speisenangebot legen. »Nicht mehr nur Pommes und Würstchen«, betont Arnold, Inhaber des Landgasthofs »Zum Löwen – beim Philipp« in Leihgestern und kündigt Haxen vom Holzkohlegrill, Hackbraten, Knödel und Rippchen an. Erstmals soll es auch einen Eisstand des Bio-Bauernhofs in Eberstadt geben. Für ältere Besuche plane man eine Bedienung am Tisch. Und auch an Sonnenschirme habe man gedacht.

Das Stadtfest soll keine zweite Kirmes sein

Philipp Arnold

Die größte Herausforderung für die neuen Leiter des Stadtfests ist unterdessen der viereckige, graue Parkplatz, auf dem sich die Besucher ab Freitagabend wieder tummeln werden. In diesem Jahr in der 32. Auflage sollen Bäume und Topfpflanzen für gemütlichere Atmosphäre sorgen. Außerdem ist ein abgetrennter Weingarten geplant. Ruhiger und gediegener soll er liegen und ein geselliges Beisammensein ermöglichen.

Für die kommenden Jahre schwebt den Machern vor, das Stadtfest breiter zu streuen und weg vom Parkplatz wieder näher ans Rathaus zu rücken. »Gerne würden wir auch noch mehr Gastronomen einbinden. Vielleicht können wir auch lokale Künstler dafür gewinnen, das Fest zu bereichern«, sagt Arnold. Dabei handle es sich um erste Ideen, betont er – und hält gleich darauf fest: »Das Stadtfest soll eben keine zweite Kirmes sein.«

 

Eröffnung mit Fassbieranstich und Tom-Pfeiffer-Band

Das Fest beginnt am Freitagabend um 20 Uhr mit dem Fassbieranstich durch den Bürgermeister Jörg König. Nach einem Jahr Pause eröffnet dann ab 20.30 Uhr wieder traditionell die Tom-Pfeiffer-Band den Reigen mit Klassikern der Rockmusik der 1970er und 80er Jahre in den ausgefeilten Arrangements der Originale. Die Band verspricht ehrliche und handgemachte Musik, veredelt mit dem Sound eines sechsstimmigen Satzgesangs.

Am Samstagabend ab 20.30 Uhr wird dann Superphonix – ebenfalls aus Linden – Soul, R’n’B und Vocal House intonieren.

Der diesjährige Stadtfest-Gottesdienst beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Die evangelischen Kirchengemeinden Leihgestern und Großen-Linden sowie die evangelisch Stadtmission und die katholische Kirchengemeinde »Christkönig« laden dazu ein. Im Anschluss gibt es einen Frühschoppen mit »Die Original Böhmische 7«.

Anlässlich des Stadtfests haben am Sonntag außerdem zwischen 11 und 17 Uhr die Geschäfte in Linden geöffnet.

INFO

Drei Fragen an Tom Pfeiffer

Worauf können sich die Besucher des Lindener Stadtfests am Eröffnungsabend freuen?

Tom Pfeiffer: Dass wir das Stadtfest eröffnen, ist ja eigentlich schon Tradition. Wir waren aber letztes Jahr ausnahmsweise nicht da. Die Besucher können sich auch deshalb auf einige Überraschungen freuen – auch auf neu einstudierte Songs, die wir bisher nicht auf dem Stadtfest gespielt haben.

Welche Bedeutung hat der Auftritt auf dem Stadtfest für Sie?

Pfeiffer: Ich als Lindener freue mich vor allem auf ein Heimspiel. Ich wohne ja nur 50 Meter weiter weg. Das ist der einzige Auftritt, zu dem ich zu Fuß hinlaufe. Es ist ein Fixpunkt und eine ganz besondere Beziehung. Da kennst du die Hälfte von den Leuten im Publikum. Viele kommen extra zum Stadtfest, um uns zu hören und zu treffen.

Gibt es eine besondere Erinnerung, eine Anekdote vom Lindener Stadtfest?

Pfeiffer: Ja. Das ist schon ein paar Jahre her. Kaum haben wir angefangen, zu spielen, da gab es einen richtigen Wolkenbruch. Es hat geschüttet. Wir haben uns aber entschlossen, weiter zu spielen. Bei einer Pause wären nämlich kurz darauf alle weg gewesen. Es war unbeschreiblich: Wir haben viereinhalb Stunden am Stück gespielt. Und die Leute sind mitgegangen. Wir waren danach platt ohne Ende. Aber das war ein großartiges Erlebnis. Dass die Zuhörer geblieben sind, war ein schönes Zeichen.

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