12. April 2017, 19:41 Uhr

Lernen und erleben

12. April 2017, 19:41 Uhr
Im Gatter werden dicke Stämme in dünne Bretter zerlegt. (Fotos: m)

Das Holz- und Technikmuseum (HTM) ist immer ein besonderer Lern- und Erlebnisort. So auch beim ersten Dampf- und Gattertag 2017 am vergangenen Sonntag. Traditioneller Schwerpunkt der Frühjahrsveranstaltung zum Auftakt der Jahresaktivitäten waren die Themen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt des Programms, an dem auch der Umweltbeauftragte der Gemeinde Wettenberg, Michael Krick, mitgewirkt hatte, stand ein Fachvortrag in Kooperation mit dem Kreisverband Gießen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) mit dem HTM.

Projektleiterin Andrea Graf referierte zum Thema »Energie zweifach nutzen«. Dabei zeigte die Expertin ökologische und wirtschaftliche Aspekte anhand zahlreicher Beispiele auf. Anlagen mit dieser Technik erzeugen Strom und nutzen gleichsam die Abwärme für Heizung und Warmwasser im Gebäude. Einsetzbar, so Andrea Graf, seien sie praktisch in jedem Gebäude und könnten an bestehende Anlagen und an die unterschiedlichsten Bedürfnisse angepasst werden. Auf dem Markt gebe es sowohl Anlagen für den Eigenheimbesitzer wie auch für die industrielle Nutzung.

Das Land Hessen hat ein Interesse an einer deutlichen Steigerung der Kraft-Wärme-Kopplung und fördert deshalb auch die entsprechende Informations-Kampagne des BUND. Im Anschluss an den Vortrag bestand die Möglichkeit, eine solche Anlage zu besichtigen. Thomas Runzheimer, vom Büro Energiehaus-Wettenberg, stellte hierfür sein Objekt zur Verfügung

Programm für alle Generationen

Die ständige Energieausstellung des HTM wurde mit einer Sonderausstellung zum Thema »Gießener Grünstrom« und »Energieeffizienz im Haushalt«, durch die Stadtwerke Gießen und die EAM ergänzt.

In der Museumsschreinerei konnten die Besucher einem Drechsler über die Schulter schauen, der aus rohem Holz kunstvolle Objekte drehte.

Der Dampf- und Gattertag ist auch für Kinder als Tag der Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur Unterhaltung, sondern auch Lehrstunde. Um diese Zielgruppe kümmerte sich wieder der Landesbetrieb Hessen Forst mit zahlreichen Aktionen. Das Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), in dem das HTM als außerschulischer Lernort zertifiziert ist, war mit mehreren Netzwerkmitgliedern vertreten.

Das »Eulenhaus« beispielsweise bot pädagogische Angebote zum Thema Bienen und Imkerei, die Naturschutzjugend Hessen lud zum Samenbonbon-Bauen ein, die Solidarische Landwirtschaft Marburg-Gießen rätselte mit den jüngsten Besuchern zu regionalem und saisonalen Obst und Gemüse, Lugena Natur und Umwelt warb mit einem Hör-Memory, beim Verein Seewasserführer Lahn gestalteten die Besucher ein Lahnmodell, beim akademischen Forstgarten gab es Baumtee, Holunderblütensirup und Löwenzahnblütengelee, die Region Gießener Land lud zum Landkreispuzzle ein, Hessen Forst zum Mitmachen bei einem Baumquiz und das Reiskirchener Martinsheim stellte das Projekt »Lebendiger Kirschbaum« vor.

Zum Rahmenprogramm gehörten des Weiteren Ponyreiten und das aktuelle Angebot österlicher Bastelarbeiten. Der Ehrenamts-Crew des Holztechnikmuseums oblag die Verpflegung der Besucher. Die Verantwortlichen mit Museumsleiter, Dieter Mülich, seinem Stellvertreter Prof. Eberhard Seidel und Betriebsleiterin Marion Rentrop an der Spitze zeigten sich rundum zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung.

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