22. August 2018, 22:58 Uhr

Kita statt Bundeswehr

22. August 2018, 22:58 Uhr

Aus der Redaktion , 1 Kommentar
Kim Heller hat sich in der Kita Nieder-Bessingen rundum wohl gefühlt.

»Nach dem Abitur war ich mir noch nicht ganz sicher, was ich machen möchte. Das Freiwillige Soziale Jahr war zur Orientierung einfach top. Das hat bei uns im Schuljahrgang auch locker die Hälfte gemacht.« Das erzählt Kim Heller, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Lebenshilfe Gießen absolvierte. Die 20-Jährige berichtet ebenso wie Max Gorr (17) von ihren Erfahrungen, die sie in diesem Jahr gesammelt hat.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ein Jahr lang etwas für sich und andere Menschen zu tun. Nach dem Schulabschluss gibt es Gelegenheit, sich zu orientieren, es dient als praxisorientierter Puffer zum Berufs- oder Studieneinstieg. Angesprochen sind alle, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Ein FSJ kann mit zahlreichen Erfahrungen verbunden sein. Das Gefühl, anderen zu helfen und im sozialen Bereich mit anzupacken, gilt vielen Menschen als wertvoll. Das gilt auch für Kim Heller und Max Gorr. Während sich Heller nach ihrem Abitur in der Nieder-Bessinger Kindertagesstätte engagierte, verschlug es Gorr in die Kita nach Eberstadt. Beide Einrichtungen sind inklusiv und betreuen Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren.

Heller wollte in einer Einrichtung helfen, in der sie mit Kindern zu tun hat. Viel Zeit zur Akklimatisierung benötigte die 20-Jährige nicht, zu verdanken sei dies vor allem ihren Kolleginnen: »Ich wurde von dem Team wirklich gut aufgenommen, habe mich schnell zurechtgefunden. Das war alles kein Problem.« Unterstützung habe sie aber auch durch die Lebenshilfe selbst erfahren. Diese organisierte Seminar- und Bildungstage, die im Rahmen des FSJ vorgeschrieben sind.

Ereignisreich und sinnvoll

»Da ist man sehr gut auf uns eingegangen. Es wurde geschaut, ob wir Probleme haben, uns gut einfinden und wie die Abläufe sind«, erklärt Kim Heller. Dass die pädagogische Arbeit während des FSJ eine sinnvolle und befriedigende Berufsperspektive bietet, dessen ist sich Max Gorr mittlerweile sicher. »Ich wollte ursprünglich zur Bundeswehr gehen«, sagt er. Aber dafür war er zunächst noch zu jung. Bei der Bundesagentur für Arbeit habe man ihm ein FSJ zur Überbrückung empfohlen. Der damals 16-Jährige landete in der Kindertagesstätte in seinem Heimatdorf Eberstadt. Und nun? Max Gorr: »Jetzt möchte ich Erzieher werden!« Gorr und Heller, die einen pädagogischen Studiengang aufnehmen wollen, bezeichnen ihr FSJ als ereignisreich, sinnvoll und gewinnbringend – sowohl für die persönliche Berufsorientierung, als auch mit Blick auf zahlreiche wertvolle Erfahrungen, die man im Team oder in der Arbeit mit den Kindern sammeln durfte.

Neben einem Freiwilligen Sozialen Jahr in den Kindertagesstätten bietet die Lebenshilfe, die im vergangenen Jahr rund 60 Plätze vergeben hat, Freiwilligendienste im Schulbereich, in Werk- und Tagesförderstätten sowie im Wohnbereich an. Weitere Infos bei Detlef Senft unter 0 64 04/8 04-2 72 oder per E-Mail an d.senft@lebenshilfe-giessen.de.

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