13. November 2018, 21:32 Uhr

»Keine Luftnummern«

13. November 2018, 21:32 Uhr

Ob auf Bundesebene oder im Lokalen – bei Beratungen über den Haushalt stellen Parlamente die Weichen für die zukünftige Entwicklung in ihrem Zuständigkeitsbereich. In der jüngsten Sitzung der Busecker Gemeindevertretung hat der Gemeindevorstand den Entwurf für den Haushaltsplan 2019 eingebracht. Mitunter schlägt sich darin auch die Wirtschaftslage in Deutschland nieder: Laut Bürgermeister Dirk Haas (SPD) hat auch die Busecker Verwaltung Schwierigkeiten, etwa für den Bauhof passendes Personal zu finden.

Relativ hohes Einkommen

Insgesamt steht, so Haas' Tenor, die Gemeinde wirtschaftlich gut da. Ein Indikator dafür: Das Jahresdurchschnittseinkommen der Bürger liege bei gut 37 000 Euro, etwa 3000 Euro mehr als im mittelhessischen Durchschnitt. 464 umsatzsteuerpflichtige Betriebe seien in Buseck ansässig. Das Gesamtvolumen der vorgeschlagenen Finanzplanung beträgt 24,6 Millionen Euro. Als größter Posten fällt im Haushaltsentwurf die Sanierung von Straßen und Wirtschaftswegen ins Gewicht, rund 2,5 Millionen Euro. »Wir versuchen, Straßen rechtzeitig in Schuss zu bringen«, sagt der Rathauschef im Gespräch mit der Allgemeinen. Seit vier Jahren seien in Buseck wiederkehrende Straßenbeiträge die Methode der Wahl, »wir wollen das so lassen«.

Der Teilhaushalt für Stadtplanung sieht gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr eine Verschlechterung um 60 000 Euro vor, »durch die eigene Erschließung und Planung von Baugebieten«, wie Haas erläutert. Der Posten »Ordnungsangelegenheiten« verzeichnet Mehrausgaben in gleicher Höhe. Laut Haas wird in diesem Bereich eine weitere Personalstelle eingeplant, weil sich Wartezeiten in der Verwaltung stark verlängert hätten – unter anderem wegen einer steigenden Zahl beantragter Reisepässe. »Dieser Haushalt ist sehr ehrlich, es sind keine Luftnummern drin«, warb der Bürgermeister für das vorgelegte Zahlenwerk. Die Ansätze seien so gewählt, dass Ausgabereste deutlich nach unten gefahren werden könnten.

Und was wird aus dem Freibad? Zurzeit fristet die Anlage in Großen-Buseck ein tristen Dasein. Ob und an welcher Stelle es wieder in Betrieb genommen wird, scheint derzeit unklar. Im Haushaltsentwurf für 2019 ist, wie Haas auf Nachfrage erläutert, jedenfalls kein Geld für eine etwaige Sanierung eingestellt. Momentan gebe es dazu keine klaren Mehrheiten, aber eine Machbarkeitsstudie sei beauftragt. Man sei in der Planungsphase und das Thema Freibad stehe in der nächsten Sitzungsrunde an, sagt Haas.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Dirk Haas
  • Dirk Haas (Buseck)
  • Haushaltsplan
  • SPD
  • Wirtschaftslage
  • Buseck
  • Jonas Wissner
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.