Die Kandidatur von André Schäfer für das Bürgermeisteramt in Reiskirchen kann Schwung in den Wahlkampf bringen. Drei Bewerber – Amtsinhaber Dietmar Kromm und SPD-Kandidatin Anja Stark haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen – haben die Reiskirchener dann am 28. Oktober zur Auswahl. Ob es noch weitere Bewerbungen gibt, bleibt abzuwarten.

Kromm, der vor sechs Jahren noch von der Union unterstützt wurde, tritt erneut als unabhängiger Kandidat an. Er weilt diese Woche im Urlaub, war für eine aktuelle Stellungnahme nicht zu erreichen.

CDU-Vorsitzender Tobias Breidenbach sagte am Dienstag auf Anfrage der Gießener Allgemeinen, er kenne den unabhängigen Bewerber André Schäfer noch nicht – aber die CDU sei offen für einen Dialog mit dem Kandidaten. Sollte Schäfer das Gespräch suchen, »dann reden wir gerne mit ihm«.

Man hätte mutmaßen können, die CDU und Schäfer hätten dessen Kandidatur gemeinsam vorbereitet. Denn Schäfer war vor zwölf Jahren für die CDU in Reiskirchen kommunalpolitisch aktiv, war bis vor rund acht Jahren CDU-Mitglied. Und in der Hauptversammlung der CDU Reiskirchen im Winter hatte Vorsitzender Breidenbach verkündet, man stelle keinen eigenen Kandidaten, sei mit der Arbeit Kromms nicht vollumfänglich zufrieden und offen für Gespräche mit allen Kandidaten. »Stimmt alles noch«, sagt Breidenbach heute – aber man habe noch keinen Kontakt diesbezüglich mit André Schäfer gehabt. Am gestrigen Dienstag kam der CDU-Vorstand turnusmäßig zusammen – da war die Bürgermeisterwahl ebenfalls Thema.

 

Grüne und Freie Wähler warten ab

 

Bei den Grünen hat sich Schäfer bereits als Kandidat vorgestellt. »Er macht durchaus einen vernünftigen Eindruck«, sagte Rolf Tobisch. Zunächst habe man Befürchtungen gehabt, weil Schäfer bei der CDU ausgetreten sei, könne er in Richtung AfD tendieren, »diesen Eindruck hat er aber nicht gemacht«. Generell begrüßen die Grünen, dass es nun mehr Auswahl gibt. Eine Wahlempfehlung für einen der drei Bewerber will man aber nicht abgeben. »Wir haben keine eindeutige Meinung, wer da der bessere ist«, sagte Tobisch.

Die Freien Wähler wollen nach derzeitigem Stand ebenfalls keinen der Kandidaten unterstützen. Gerhard Albach sagte, dass man über Schäfer bisher nichts wisse: »Der Mann ist nicht bekannt.« Da es im Vorfeld auch keine Gerüchte über einen dritten Kandidaten gegeben habe, konnte man hierüber bisher auch nicht in der Fraktion sprechen. »Ich gehe davon aus, dass wir weiterhin keine Wahlempfehlung abgeben«, sagte Albach.

Bei der SPD ist hingegen eindeutig klar, wem man am 28. Oktober und der anschließenden Stichwahl die Daumen drücken wird. »Wir stehen zu 100 Prozent hinter Anja Stark«, sagte Vorsitzender Manfred Schmitt. Auch für die SPD ist der neue Kandidat ein unbeschriebenes Blatt. Als er im Gemeindevorstand saß, habe man ihn nicht wahrgenommen, sagte Schmitt.

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