22. April 2018, 23:46 Uhr

Karl-Ernst Platt gibt Amt nach 36 Jahren ab

22. April 2018, 23:46 Uhr
Nach 36 Jahren übergibt Karl-Ernst Platt (l.). die Geschäftsführung der Wolfgang-Rosenthal-Gesellschaft an den Steuerfachwirt Eberhard Schmidt. (Foto: ür)

Pfarrer i. R. Karl-Ernst Platt legt nach insgesamt 36 Jahren ehrenamtlicher Geschäftsführung sein Amt in der Selbsthilfevereinigung für Lippen-Gaumen-Fehlbildungen / Wolfgang-Rosenthal-Gesellschaft nieder. Gemeinsam mit seiner Frau Christel gehörte er 1981 zu den Gründern der Selbsthilfevereinigung. »Wir waren damals 28 Elternteile, die den Verein ins Leben gerufen haben«, erinnert sich der Pfarrer, der eine Tochter hat, die Betroffene ist.

Es sei der aus Leipzig nach Mittelhessen gekommene Professor Josef Koch gewesen, der den Anstoß zu der Gründung gab. Weil er an der Universitäts-Klinik in Gießen tätig war, motivierte er Eltern, denen ein Kind mit einer Lippen-Gaumen-Spalte geboren wurde, eine Elternselbsthilfe zu gründen. Platt wurde as Vorstandsmitglied verantwortlicher Geschäftsführer. Er blieb es bis heute und hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung dieser einzigen bundesweiten Selbstvereinigung, die sich auf heute rund 1800 Mitgliedern und rund 70 Kontaktadressen entwickelte.

Die Geschäftsstelle befand sich in den ersten Jahren in der Wohnung der Platts in Wetzlar. Heute hat sie ihren Sitz in Hüttenberg. Platt oblag insbesondere die Organisation des Aufbaus und die Verantwortung für die Finanzen, die bis heute eine Herausforderung darstellen. Der Haushalt mit festen Personalkosten muss fast ausschließlich über Zuschüsse und Spenden generiert werden. Heute umfasst der Haushalt etwa 230 000 Euro, die zu rund 50 Prozent über Zuschüsse der Krankenkassen, der Aktion Mensch und anderer Organisationen generiert werden müssen. Weitere 50 Prozent werden über Mitgliedsbeiträge und Spenden aufgebracht.

Nach 36 Jahren hat der 72-jährige Platt die Verantwortung der laufenden Geschäftsführung weitergegeben an den 54-jährigen Eberhard Schmidt aus Hüttenberg-Reiskirchen, Steuerfachwirt in einer Wetzlarer Steuerkanzlei. Für die Generierung der Zuschüsse und für das Fundraising wird Platt aber verantwortlich bleiben.

Im Rückblick auf die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit ist Platt dankbar, dass die Entwicklung von kleinsten Anfängen kontinuierlich ohne Brüche im Leitungsorgan verlaufen ist. Für die pädagogischen Fachkräfte immer die notwendigen Finanzmittel bereitstellen zu können, ist wohl sein Verdienst.

Bereits Anfang der 90er Jahre wurde Platt die Wolfgang-Rosenthal- Medaille verliehen. Rosenthal hatte in den 30er Jahren in Thallwitz bei Leipzig die interdisziplinäre Spaltträgerbehandlung begründet.

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