Pflege und Sozialstation

Johanniter richten Außenstelle in Grünberg ein

10. November 2017, 18:54 Uhr
Marlies Brück

In Grünbergschließt die städtische Sozialstation zum Jahresende. Was die Versorgung der Bevölkerung mit Pflegedienstleistungen anbelangt, wird es keine Unterversorgung geben. Ein weiterer neuer Baustein: Die Sozialstation in der Gemeinde Buseck, betrieben durch die Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Mittelhessen, wird in Grünberg eine Außenstelle betreiben und sich ab Dezember um die Versorgung auch von Patienten in Grünberg und in Reiskirchen kümmern. Anfang Januar werden die Räume des ehemaligen ärztlichen Bereitschaftsdienstes in der Grünberger Gallushalle bezogen.

Wie Marco Schulte-Lünzum, Vorstand des Regionalverbandes Mittelhessen, in einem Gespräch mitteilte, sei es nicht Ziel der Johanniter, in Konkurrenz zu anderen Anbietern zu treten. »Wir wollen nur eine Lücke schließen«, sagte er. Ebenso wenig sei daran gedacht, eine Sozialstation in Reiskirchen einzurichten bzw. eine solche zu übernehmen. Allerdings bieten die Busecker Johanniter auch hier Patienten ihre Dienste an, was auch wegen der geografischen Nähe zu Reiskirchen und auch Grünberg problemlos zu bewältigen sei.

Patienten in Reiskirchen

Während die von Marlies Brück geleitete Sozialstation in Großen-Buseck rund 200 Patienten versorgt, dürften es in Grünberg rund 55 und in Reiskirchen etwas mehr als 20 sein. »Wir werden zunächst einmal sehen, was für ein Bedarf besteht, und werden dann unser Personal sukzessive aufstocken«, erklärte Schulte-Lünzum. »Zum engen Stamm der Sozialstation in Buseck gehören 30 Mitarbeiter, davon sind 26 in der Pflege tätig«, ging Marlies Brück ins Detail. »Wir haben kaum eine Fluktuation der Mitarbeiter und sind relativ flexibel.« Gleichwohl hofft sie, dass neue Mitarbeiter das »große und funktionierende Team« erweitern zu können.

In Reiskirchen werden bereits zehn Patienten durch die Johanniter versorgt, und auch wenn die Schließung der Sozialstation dort diskutiert wird, entsteht keine Vakanz: »Wir stehen bereit«, verspricht Schulte-Lünzum. Der Kontakt sei übrigens von den Patienten ausgegangen: »Wir wurden angerufen.« Die Übernahme von Mitarbeitern aus kommunalen Einrichtungen ist für die Johanniter nicht ganz einfach: »Die Zusatzversorgungskassen sind das große Problem, das kann kein Anbieter zahlen«, weist Schulte-Lünzum auf damit verbundene Schwierigkeiten hin. (Foto: se)

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