23. Januar 2018, 21:08 Uhr

Joghurt, Gewürze und Kräuter

23. Januar 2018, 21:08 Uhr
Roja Schaab erklärt den Teilnehmerinnen des Kochkurses die persische Küche. (Foto: pm)

Der Internationale Kochtreff Hungen hatte zum Thema Persien eingeladen. Dass dieses Land zur Zeit sehr aktuell ist, zeigte die starke Nachfrage. Christel Jung, verantwortlich für den Kochtreff, versprach, für alle Nichtteilnehmer im Spätsommer nochmals Persien anzubieten.

Mit Roja Schaab war eine kompetente Referentin nach Hungen gekommen. Nicht nur die Auswahl der Gerichte war eine spezielle Herausforderung für die Referentin. Sie informierte zudem über Land und Leute und diskutierte darüber mit den Teilnehmern.

»Dachten wir anfangs, dieses Menü haben wir bei unserer Erfahrung schnell und ohne Anstrengung erstellt, mussten wir uns eines Besseren belehren lassen«, berichtete Christel Jung. Denn: »Eine persische Frau kocht in der Regel zwei Tage an einem kompletten Menü für ihre Familie oder Gäste, es ist eine ihrer Hauptaufgaben«, erzählte Schaab.

So viel Zeit hatte der Kochtreff nicht, aber nach drei Stunden war ein schmackhaftes und abwechslungsreiches Essen fertig. Viele fremde Kräuter, getrocknet oder frisch sowie Limetten, die wie Steine aussahen und bei ihrer Trocknung die Farbe komplett verändert hatten, aber köstlich rochen, fanden Anwendung.

Reis mit Kartoffelkruste

Die Teilnehmer stießen mit Dugh (Ducht), einem Getränk aus Joghurt, Nanaminze, Salz und Mineralwasser an. Der Vorspeisenteller war bunt: feine Scheiben von Radieschen, gehackte frische Kräuter, gewürfelter Schafskäse, feine Zwiebelscheiben, Auberginenmus, gewürzter Joghurt mit Minze, dazu Fladenbrot. Die Hauptgerichte: »Blattspinat mit Hähnchen« – orientalisch, denn nachdem Hähnchen und Spinat zusammengeführt wurden, kamen die duftenden Kräuter und Gewürze hinzu. »Rimee oder Lammgulasch« in sehr kleinen Stückchen angebraten und mit den eingeweichten gelben Linsen und Tomatenmark geköchelt, mit Limettensaft und Kräutern abgeschmeckt. Dazu Reis (Tahdig) mit Kartoffelkruste, nach dem Ankochen des Reises kamen spiralförmig Kartoffelscheiben mit etwas Fett und Wasser in einen gesonderten Topf. Diesen fest verschlossen und unter Dampf (unter den Deckel kam ein sauberes Geschirrtuch und niemand durfte vor dem Garende den Deckel anheben) fertig gegart; auch hier wieder mit speziellen Kräutern abgeschmeckt. Dazu wurde Joghurt mit Minze und sehr fein geschnittenen Gurken sowie gewürzter Joghurt mit Schmand gereicht. Mit frischem Obst wurde das Menü beendet.

Schon während des Essens wurde eifrig über das Land diskutiert. Irans Hauptstadt Teheran – die Einwohnerzahl entspricht der von New York City – blickt auf eine etwa 2500 Jahre alte Kultur zurück und auf altes Kunstwerk.

Die Teilnehmer erfuhren auch viel über die langsamen Veränderungen besonders Frauen betreffend. »So manches Schmunzeln rief die eine oder andere Anekdote aus ihrer Familie hervor. Ähnlichkeiten gibt es durchaus auch bei uns«, berichtete Christel Jung.

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