09. Dezember 2018, 19:25 Uhr

Bürgermeisterwahl in Linden

Jörg König bleibt Bürgermeister in Linden

Jörg König bleibt Bürgermeister in Linden. Der 51-Jährige wurde bei der Wahl am Sonntag in seinem Amt bestätigt. Der Ausgang ist überraschend knapp
09. Dezember 2018, 19:25 Uhr

Von Stefan Schaal , 1 Kommentar
Zweite Amtszeit für Jörg König (l.). Mit 53,5 Prozent der Stimmen wurde er wieder zum Bürgermeister in Linden gewählt. Herausforderer Felix Koop (r.) erreichte 46,5 Prozent. (Foto: srs)

Das Ergebnis stand fest, Applaus brandete auf, Jörg König und Felix Koop gaben sich in der Stadthalle die Hand. Und für einen Moment war man sich als Zuschauer gar nicht mehr so sicher, wer hier eigentlich wem gratulierte – auch wenn König (CDU) der Wahlsieger war. Denn mit 53,5 Prozent der Stimmen wurde er durchaus knapp wieder zum Bürgermeister gewählt. Der Stadtteil Leihgestern ging mit 51,7 Prozent gar an Herausforderer Felix Koop, der als unabhängiger Kandidat der Koalition von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern angetreten war. In Großen-Linden gewann König mit 56,3 Prozent.

Ein Grund für den Dämpfer dürfte das Thema der Straßenbeiträge sein, auch wenn das Stadtparlament die Abschaffung inzwischen beschlossen hat. Im Breiten Weg wurde eine Hälfte der Straße bereits saniert, für die Anlieger der anderen Hälfte stehen die Arbeiten noch bevor. Müssen die einen noch Straßenbeiträge zahlen, während der Kelch an den Anwohnern in der anderen Hälfte vorübergeht? Diese Frage konnte der Lindener Bürgermeister bislang nicht beantworten. »Wir prüfen das lieber einmal zu viel als zu wenig«, sagte er am Sonntag.

 

Neun Monate Wahlkampf

Kurz nach 19 Uhr, als die Ergebnisse aus allen sechs Wahllokalen veröffentlicht waren, ergriff König das Mikrofon. »Ich danke allen, die mich gewählt haben«, sagte er – und sprach auch Koop seine Wertschätzung aus, hob ihn als »faires Gegenüber« hervor.

Der unterlegene Herausforderer sprach derweil von einem »respektablen« Ergebnis. »Aber natürlich bin ich enttäuscht.« In Linden werde er nach der Bürgermeisterwahl zukünftig nicht mehr politisch aktiv sein. Koop, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik, stammt aus Essen und lebte noch bis Anfang 2014 in Rheinstetten in der Nähe von Karlsruhe. Heute wohnt er in Biebertal, mit Linden hatte er vor seiner Bürgermeisterkandidatur wenig zu tun. Nach der verlorenen Wahl denke er darüber nach, sich auf Kreisebene zu engagieren.

Wenige Meter entfernt lehnte sich König über einen Tisch und hielt fest: »Ich bin froh, dass es vorbei ist.« Ende März hatte die Viererkoalition Koop als Herausforderer präsentiert und damit einen knapp neun Monate dauernden Wahlkampf eröffnet. Mit dem Viererbündnis als Gegner sei der Ausgang durchaus ungewiss gewesen. »Eins ist klar«, erklärte König. »Würde der Bürgermeister vom Parlament gewählt, wäre es vorbei gewesen.«
König ist seit 2013 Bürgermeister in Linden. Der Jurist wurde 2000 in den Lindener CDU-Vorstand gewählt, ein Jahr später war er im Stadtparlament, bevor er 2011 Erster Stadtrat wurde. Das Amt des Bürgermeisters sei »ein Traumberuf«, sagte König und äußerte die Hoffnung, »dass die politischen Spitzen der vergangenen Wochen jetzt wieder weniger werden«.

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