14. Februar 2019, 22:17 Uhr

Immer weniger Bruten in Nistkästen

14. Februar 2019, 22:17 Uhr
Ehrung beim Vogel- und Naturschutzverein für langjährige Vereinszugehörigkeit mit dem Vorsitzenden Harald Braun (r.). (Foto: la)

Ausführungen in Text und Bildern zum Vogel des Jahres, der Feldlerche, die Darstellung der erfolgreichen Anlage von Wildblumenrabatten mit einer Größe von über drei Hektar in der Gemarkung Harbach in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirt Oliver Jung sowie Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit standen im Mittelpunkt des Familienabends des Vogel- und Naturschutzvereins Harbach im Dorfgemeinschaftshaus.

Vorsitzender Harald Braun sagte, die Wildblumenstreifen sind voller nektarliebender Insekten, die wiederum eine Nahrungsgrundlage für Vögel bieten, bei der Bestäubung helfen und Ruheschutzzonen für die Vogel-Brutaufzucht erzeugen. Was der Verein aktuell mit Oliver Jung in Harbach umsetze, habe einen unschätzbaren Wert für viele Lebensarten in der Gemeinde – und das sollte viel stärker landesweit gefördert werden.

Am Beispiel der letztjährigen Auswertung stellten die Naturschützer einen seit 1980 noch nie gekannten Bruteinbruch von mehr als 40 Prozent in Nistkästen fest. Tote Vögel und Bruten deuteten ferner auf einen nie dagewesenen Nahrungsmangel selbst in Wäldern und Streuobstwiesen hin. Vor 15 Jahren habe man in Harbacher Revieren eine Brutbesatzdichte von über 75 Prozent. Der Leerstand von unbesetzten Nistkästen erhöhe sich jährlich, auch die Futterhäuschen würden in der Winterzeit durch fehlende Vögel stetig weniger besucht. Viele Menschen machten sich Sorgen über fehlende Vögel im winterlichen Garten und riefen beim Ortsbeauftragten der staatlichen Vogelschutzwarte Hessen, Harald Braun, an. Man sehe diese Veränderungen in den zwölf Nistkasten-Brutrevieren mehr als deutlich. Es werde Zeit, hier in Berlin umzudenken und EU-Fördergelder in der kleinbäuerlichen Bio-Landwirtschaft und für Maßnahmen zum Naturschutz (wie in Harbach für Blühstreifen) flächendeckend umzuschichten. Braun verwies dabei auf die Lebensweise, die Ursachen der Bestandsgefährdung und die Lebensraumanforderungen sowie das Nahrungsangebot und der aktuelle Nahrungsmangel für die Feldlerche in intensiv bearbeiteten Fluren. Der Vorsitzender ehrte, zum Teil in Abwesenheit, für zehn Jahre Mitgliedschaft Klaus Launspach und Anja Launspach, für 30 Jahre Martine Luch und Torsten Busch und für 35 Jahre Jürgen Bogenhard und Horst Busch, die sich alle um den Verein und dessen Entwicklung verdient gemacht haben. Zur Unterhaltung wurde ein fröhliches Bingo-Spiel vom stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Allmang und Vorstandsmitglied Susanne Siegert dargeboten. Hierbei wurden 40 Preise unter großer Konzentration und Spannung verlost.

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