13. September 2018, 22:26 Uhr

Im Lichte Südfrankreichs

13. September 2018, 22:26 Uhr
Andrea Fröhlich-Sum neben einem ihrer farbenfrohen Arbeiten. (Foto: nab)

Beim Blick auf Andrea Fröhlich-Sums Gemälde scheint der anbrechende Herbst noch gar nicht so nahe. Denn ihre 33 Gemälde, die Besucher des Hungener Schlosses seit Samstag im ehemaligen Pferdestall sehen können, verzaubern mit dem Licht und den Farben Südfrankreichs. Mit der Ausstellungseröffnung hat der Freundeskreis Schloss Hungen das Wochenende zum Tag des offenen Denkmals eingeläutet. Dies wurde am Sonntag mit einem Picknick im Schloss fortgesetzt, bei dem die Gäste ihr mitgebrachtes Essen an Tischen auf der Wiese im Schlosspark verzehren konnten. Eine Schlossführung und ein Konzert am Abend rundeten das Programm ab.

»Im Lichte Südfrankreichs« lautet der Titel, den Andrea Fröhlich-Sum der Ausstellung gegeben hat. Im Hinterland von Montpellier oder in den geschäftigen Straßen der Stadt, die nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt ist, an verschiedenen Plätzen in der Provence oder in der einsamen Hügellandschaft des Lac du Salagou, einem Stausee in Departement Herault, hat sie die Werke meist direkt vor Ort angefertigt. Gemein ist ihren gezeichneten und kolorierten Werken, ihren Landschaftsbildern und Straßenszenen eine souveräne Linienführung.

Dabei ist Fröhlich-Sum eigentlich gar keine Malerin, sondern Musikerin, wie ihr Cello- und Lebenspartner Josef Schweiger zur Vernissage erläuterte. Im Hungener Schloss war die Künstlerin bereits mit ihrem Trio zu Gast. Nach dem Schulbesuch hat sie in Trossingen (Baden-Württemberg) und Zürich Musik studiert und mit einem Konzert-Diplom als Cellistin abgeschlossen. Danach hat die Musikerin – nach ersten Erfahrungen in der Kindheit – wieder zum Zeichenstift gegriffen und autodidaktisch das Zeichnen gelernt. Zunächst habe sich Fröhlich-Sum auf Porträts und Aktzeichnungen konzentriert, führte Schweiger aus, dann standen auch Weinstöcke und Landschaften Modell.

Ihre Fertigkeiten hat Andrea Fröhlich-Sum durch Kurse und Werkstattaufenthalte weitergebildet und auch um die Bildhauerei erweitert. Kreide, Kohle und Aquarellfarbe gehören zu ihrem Spektrum. Aber vor allem Gouache-Farben verwendet sie gerne, verrät sie im Gespräch. Denn diese vereinten die Eigenschaften von Aquarellfarben und Ölfarben, könnten in dünneren und dickeren Schichten verarbeitet werden, und böten sich bei den schnellen Straßenszenen an.

Zu sehen ist die Ausstellung im Hungener Schloss bis zum 30. September.

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